Archive for Mai, 2013


Hundertfünfzig Jahre

Wie prächtig es diese Menschen verstehen, eine in solchem Tun großgemachte Vergangenheit mit der Präzision und professionell-routinierten Geläufigkeit eines Zirkusabends zu feiern, damit den Zuschauern nicht mehr die Frage nach der trüben Gegenwart und der schwarzen Zukunft aufkomme und damit über all das Arbeitertümeln vergessen wird, wie mit dem SPD-Grünen-Hartz-IV-System das Lohndumping mit der Geste eines großen Chefsache-Clowns zur Aufgabe des Staates gemacht wurde. Dazu gibts Bier und Currywurst für die Stimmviecher im Wahljahr… oder so etwas ähnliches.

Geschenkartikel

Die so genannten „Geschenkartikel“ heißen so, weil niemand so einen Tinnef selbst behalten wollte; sie sind für den Wegwurf des Schenkens industriell produziert und belegen, dass im Überdruss des Überflusses der Idee des Schenkens alles darin einst einmal Beglückende verloren gegangen ist.

Vom Glück

Der Vorübergehende sagte zu seiner Begleiterin: „Denk immer daran: Wenn die Menschen glücklich sind, ist das schlecht fürs Geschäft“.

Klang und Form

Zu Pfingsten nicht zu viel hl. Geist saufen | Soundcloud-Direktlink

Die Zukunft der Technik

E-Schrott

Freislerfreunde

So viele „Qualitätsjournalisten“, die schreiben, als wünschten sie sich, der laufende Mordprozess gegen Beate Zschäpe würde von Roland Freisler geführt. Wie restlos im Appell an die dumpfe, gewaltfreudige Lust an der Rache, die sich nur notdürftig als Recht verlarvt hat, vergessen gemacht werden kann und vergessen gemacht werden soll, welche durch ein Jahrzehnt des Metzelns tragende Sympathie und Kumpanei zwischen Polizeien und Inlandsgeheimdiensten der BRD und einer kleinen Bande von Mördern bestand — und dass die dafür Verantwortlichen sich natürlich niemals vor einem Gericht dafür verantworten müssen.

Adblock Plus

„Qualitätsjournalisten“, jämmerliche!

Wenn die Reklame in euren Zeitschriften und Zeitungen, die jetzt schon mit rund fünfzig Prozent des bedruckten Papiers quantitativ zuviel und auch dort mehr als nur ein bisschen aufdringlich ist, nun auch noch damit begönne, wie die Reklame im Web zu plärren und zu flackern und zu blinken, um mit aller medialer Gewalt meine Aufmerksamkeit an sich zu reißen, risse ich auch die Seiten mit der Reklame heraus und täte sie möglichst weit von mir, um in Ruhe das lesen zu können, was ich eigentlich lesen wollte. Und da wundert ihr euch über Adblocker? In welcher Welt lebt ihr? Und vor allem: Was haltet ihr eigentlich von den Menschen, die euch lesen sollen?

Möge euch cerebral angerotteten Grabverweigerern die Verachtung überall zurückgegeben werden, der ihr als Platitüdenbarone des hl. Journalismus so scham- und hirnlos Ausdruck gebt!

Der Adblocker ist mein Killfile für das Nach-Usenet-Internet des World Wide Web; eine mentalöknomisch ausgesprochen sinnvolle Vorrichtung, die mir die überwiegend unerbäulichen „Kommunikationsversuche“ von Erzekeln, Maulhuren und Vollidioten erspart.

Der erreichte Punkt

Einigermaßen vernünftige Lebensformen würden, wenn sie schließlich nach einem langen zivilisatorischen Prozess, vielen Automatisierungen und vielen kleinen Verbesserungen den Punkt erreicht hätten, dass sie mehr produzieren als sie für ihre Lust und ihr Leben verbrauchen, die Produktion drosseln, Feierabend machen und sich erfreulicheren Tätigkeiten als der Last der Arbeit zuwenden.

Wenn es nicht die Waffen sind

Wenn es nicht die Waffen sind, die Menschen töten… warum geben wir den Menschen Waffen, wenn sie in den Krieg ziehen? Warum senden wir nicht einfach nur die Menschen?

Ozzy Osborne

Neue Fotos

Neue Fotos von der mutmaßlichen Terroristin: So tritt Zschäpe vor das Gericht

Ohne Worte. Quelle des Screenshots: Website eines Verlagsangebotes mit so genannten „qualitätsjournalistischen“ Inhalten, die ich für diese Kälte nicht auch noch verlinke.

Schnell und schmerzlos

Der Vorübergehende sagte zu seinem Begleiter, der jedes Mal, wenn er die so einprägsamen und doch so gründlich verdrängten Bilder aus der Massentierhaltung und aus den Schlachthöfen dachte, diese Mischung aus Ekel, Scham und Hilflosigkeit empfand: „Die Tiere müssen eben, wenn man sie schon aufisst, schnell und schmerzlos getötet werden, nachdem sie ein glückliches Leben ohne materiellen Mangel hatten. Ich habe kein glückliches Leben ohne materiellen Mangel. Und du?“

Küken

Wenn der Vorübergehende des schönen, sonnigen Feiertages sieht, wie die Enten-, Gänse- und Schwanküken regelmäßig und selbstverständlich ihren Müttern folgen, und wenn er dann, nachdem er seinen Blick vom Wasser löste, sieht, wie die kleinen Menschenküken ebenfalls mit schöner Regelmäßigkeit vor ihren Müttern davonlaufen, dann ahnt er angesichts eines Verhaltens, das unter natürlichen Umständen des sicheren Tod des Kindes zur Folge hätte, was es mit der „Mutterliebe“ auf sich hat. Wie viele ernsthafte, wenn auch kraftlose Versuche des Selbstmordes doch niemals erkannt werden…