Jedes Mal, wenn so ein im Regelfall völlig technikkompetenzfreier Politdarsteller vom Internet als „Jobmotor“ spricht, stirbt irgendwo anders im Rechtsraum der BRD ein aus Freude und mit Herzblut betriebenes privates Webprojekt unter der Last von Abmahnungen, Entrechtungen, juristischen Unwägbarkeiten und Kriminalisierungen ganz natürlicher und harmloser Techniknutzung, die beinahe nirgends anders auf der Welt ein Problem bereitet.

Das Internet wird nicht mit Feenstaub aus der Wolke betrieben, sondern es existiert, weil Menschen die Technik angstfrei nutzen können und gern nutzen; Menschen übrigens, die entgegen der durchgeschepperten Vorstellungen irgendwelcher Allesvermarkte auch andere Bedürfnisse und Interessen haben als immerfort nur Tinnef zu kaufen. Als Netz von Computern ohne Nutzen für die Menschen ist das Internet sinnlos, ein dadaistisches Denkmal besserer, menschlicherer Zeiten.