Wenn das Bundespresseamt eine Ausforschung und Verzahlung der „Netzgemeinde“ durch TNS Infratest in Auftrag gibt, ist davon auszugehen, dass die im Bundestage vertretenen Parteien diese „Erkenntnisse“ in ihrer Agitation zur kommenden Bundestagswahl verwenden werden und dass ihre PR-Lügenmäuler schon in Kürze damit beginnen werden, ihren Frontallappenkirmes einer wahlberechtigten Öffentlichkeit zu präsentieren, um den Wahlvereinen zur Festigung ihrer repräsentativ-repressiv-demokratorischen Macht einen erfolgversprechenden „netzpolitschen“ Anstrich zu geben.

„Netzpolitik“ ist eines dieser Bullshit-Wörter, das so tut, als seien Menschenrechte im Internet etwas anderes als Menschenrechte in irgendeinem anderen Kontext. Politdarsteller und ihnen nahestehendes Geschmeiße behilft sich gern mit der Redens- und Denkart von der „realen Welt“ und der „virtuellen Welt“, um genau diese rechteverneinende Idiotie ihrem Restbewusstsein verkaufen zu können, und aus der immer noch beobachtbaren Häufigkeit solcher Rede- und Denkweisen kann jeder entnehmen, von welcher Natur die politisch-gestalterischen Ideen für des Internet, seine Nutzer und seiner Gestalter sein werden.

Ich stelle hierzu als meinen margnisalsierten Standpunkt Folgendes fest:

  1. Ich gehöre zu keiner „Netzgemeinde“ und zu keiner anderen Sekte. Ich bin ein Mensch, der das Internet so sehr nutzt und mitgestaltet, dass es ein wichtiger (aber nicht unverzichtbarer) Teil seines Lebens geworden ist.
  2. Ich bin nicht „links“. Mir ist die Sitzordnung im Plenarsaal gleichgültig, und ich halte die Relativität, die sich darin widerspiegelt, für keinen brauchbaren Maßstab.
  3. Die SPD mit ihren immer noch einflussreichen Schröder-Maschseemafia-Seilschaften ist nicht „links“. Nicht einmal relativ, denn dazu müsste sie sich von dem unterscheiden, was „nicht links“ ist. Das ändert sich nicht schon dadurch, dass sie von den Machern dieser Studie als Bestandteil des „linken Parteienspektrums“ bezeichnet wird.
  4. Der aus einer physikalischen Analogie geformte Begriff „Parteienspektrum“ ist eine Verhöhnung des Lichtes. Genau, wie „marktkonforme Demokratie“ eine Verhöhung des Willens der Bevölkerung ist, und genau, wie „rechtsfreier Raum Internet“ eine Verhöhnung der Abmahnopfer in der BRD ist.
  5. Es ist mir egal, was die PR-Agenturen zur kommenden Bundestagswahl in Hinsicht auf das Internet auf Plakate stempeln lassen und den Frontfressen des Politbetriebes an Stichworten in die Redemanuskripte schreiben lassen, da ich genug Hirns habe, um zu wissen, dass die Versprecher und Versprechungen vor der Wahl nach der Wahl zum „Geschwätz“ von gestern werden, um das sich keiner mehr kümmert, nachdem die gewünschte Herrschaftsposition erreicht ist.
  6. Es ist mir nicht egal, was CDUCSUSPDFDPGRÜNETC bislang in Hinblick auf das Internet, seine Nutzer und seine Gestalter an „Ideen“ entwickelt und an Entscheidungen getroffen haben, denn ich war von jeder dieser „Ideen“ und Entscheidungen mehr oder minder stark betroffen. Von einigen bin ich immer noch betroffen, und das in unerfreulicher Weise. Ebenso bin ich davon betroffen, dass den gleichen unterbelichteten Gestalten aus der classe politique keinerlei Ideen und Entscheidungen zum real existierenden Abmahnistan in der BRD aufkommen, so dass eine einfache menschliche Mitteilung für viele durchschnittlich verdienende Menschen in der BRD mit einem existenzbedrohenden Kostenrisiko verbunden ist.
  7. Meine letzte Erklärung aus dem Jahr 2009 bleibt unverändert gültig, da sich an den von der classe politique geschaffenen und beabsichtigten Zuständen nichts verändert hat.
  8. CDUCSUSPDFDPGRÜNETC, mein Wort an euch ist kurz: GASMOP! Und GAFL!
  9. (Die sogenannte „Piratenpartei“ geht voller blindem Glauben auf dem Weg, auf dem die ehemalige Alternativpartei „Die Grünen“ vorangeschritten ist. Ich habe nicht einen Tag nach den ersten Erfolgen etwas anderes erwartet, denn dort, wo Herrschaft über andere Menschen erlangt werden kann, sammelt sich jenes Geschmeiß, das sonst nichts Befriedigendes aus seinem Leben zu machen vermag. Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier. Nur ein in der klebrigen Illusion des „positiven Denkens“ gefangener Gehirnverweigerer hätte aus den schnellen Erfolgen dieser Partei Hoffnung schöpfen können.)
  10. PLONK!

PS: Einen Wahlschein werde ich mir erst dann abholen (das ist für einen Obdachlosen recht umständlich), wenn darauf ein weiteres Feld für die Stimmenthaltung vorgesehen wird, damit ich amtlich dokumentieren kann, dass ich mich von keinem dieser Wahlvereine und von niemandem aus dem in diesen Wahlvereinen großwerdenden Gesäuge vertreten lassen will. Bei jeder Wahl zum Klassensprecher oder zu einem Vereinsvorstand wird einem diese Möglichkeit der Abstimmung durch Enthaltung eingeräumt, aber bei der ungleich wichtigeren Wahl von Menschen in Herrschaftspositionen bleibt dem Stimm-Abgebenden nur die Verweigerung der Wahl oder ein ungülitg ausgefüllter Politlottoschein, nicht das dokumentierte, klare „Nein“ zur „Auswahl“, die ihm da dargeboten wird. Anstelle einer amtlichen Dokumentation der Entfremdung der classe politique von den Menschen, die sie zu vertreten vorgibt, tritt ein Anschein von Desinteresse und Unfähigkeit in der Bevölkerung, das dann zur weiteren Verhöhnung von den politischen Lugrednern und ihren Speichelleckern in der Journaille als eine „Politikverdrossenheit“ wegerklärt wird — dabei gilt der ganze Verdruss in Wirklichkeit denen, die sich in solcher Wahl anbieten, andere zu vertreten und Herrschaft über sie zu erlangen.

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