Wenn die Menschen von etwas süchtig, also siech, werden, dann vor allem. An der Langeweile, die daraus enthüpft, dass ihnen an ihrem zugeordneten Hundeplatz als „Verbraucher“ von früh auf ein eingenes Leben und Streben genommen und zerstört wird, so dass jede längere Weile nicht zur Muße werden kann, sondern wie eine fressende Leere in die Seele beißt. Der Internetsucht, an der sich die gewöhnliche Kurzsichtigkeit der bürgerlichen Sorge zurzeit mit einem Kulturpessimismus abarbeitet, der im üblichen Widerspruch zur klobigen Roheit hinter den Fassaden der bourgeoisen „Kultur“ steht, gingen schon ein paar Jahrzehnte Fernsehsucht voraus, und zwar. Mit so großem Schaden für einige davon Betroffenen, dass sie dazu neigen, die durch und durch konstruierten Wahnwelten des täglichen Fernsehbetriebes für die Wirklichkeit des Lebens zu halten.