Es gibt keinen Grund, sich darüber aufzuregen, dass das Bundesverfassungsgericht nichts an der willkürlichen Definition auszusetzen hatte, dass es sich bei Computern um „neuartige Rundfunkgeräte“ handele und dass folglich die Erhebung einer „Rundfunkgebühr“ auf Computerbesitz, nachdem diese Definition in Rechtskraft erhoben wurde, mit dem Grundgesetz vereinbar sei — ganz im Gegenteil, dieses Urteil trägt das Potenzial in sich, jedem die Willkür des Rechts klarzumachen und damit die ewigtümelnde psychologische Despotie des Rechts, die sich in Redensarten wie „Recht muss Recht bleiben“ immer wieder Ausdruck verschafft, anzuknabbern. Das Recht ist eben nicht unabänderlich und ewig, sondern wird vom Gesetzgeber (dem Deutschen Bundestag) gemacht, um dann mit Staatsgewalt durchgesetzt zu werden — und wenn es noch so dumm und falsch ist. In einem großen Bundesland eines anderen (und unzweifelhaft representativ demokratisch verfassten) Staates wäre es sogar beinahe dazu gekommen, dass der genaue Wert von π mit 3,2 festgelegt worden wäre