Während ich auf meinem heute etwas bockigen Drahtesel durch Hannover fuhr, habe ich eine auffällige Korrellation wahrgenommen: Je ärmer der Stadtteil ist, desto häufiger sah ich als Dekoration zur EURO-Meisterschaft kleine Bundesflaggen an den Autos. Im lokalen Reichenghetto Kirchrode konnte ich sogar über zwei Kilometer fahren, ohne auch nur einmal an einem Auto eine derartige Flagge zu sehen. Die Anfälligkeit für den recht künstlich geschürten „Patriotismus“ anlässlich eines großen kommerziellen Sportwettbewerbes scheint also zumindest in Hannover mit wachsendem Einkommen nachzulassen. Armes Deutschland.