Die Klassifikation der Antibabypille als eine Form der „Abtreibung“, wie sie zurzeit von einigen Religioten¹ in den USA als Propaganda vorangetrieben wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Am Ende dieses Weges, wenn man ihn nur beherzt voranschreitet, steht, dass man Ordensleuten und röm.-kath. Priestern in schreienden Tönen moralisierender Inbrunst entgegenskandiert: „Zölibat ist Mord am noch nicht gezeugten Leben“.

Und dann vermehren wir uns alle wieder wie die Karnickel. Sicher, jene, die noch nicht völlig verdummt sind, stellen dabei fest, dass exponentielles Wachstum auf begrenztem Raum nicht möglich ist und halten die sich abzeichnenden Nöte keineswegs für unanwendbar. Aber kein Problem, die klassischen Freunde des Gottes aller Christen, Elend, Siechtum und Hunger; sie sorgen schon wieder ganz von allein für ein Zurechtschrumpfen der Menschheit — und was ist schon das „bisschen Leid im irdischen Jammertal“ gegen eine Ewigkeit im christlichen Wolkenkuckucksheim?!

¹Nicht jeder religiöse Mensch würde von mir mit diesem Kofferwort aus „Religion“ und „Idiot“ als ein „Religiot“ bezeichnet werden. Aber diese Menschen. Immer.

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