Man muss sich nur eine einzige Viertelstunde arglos ohne Adblocker durch das Web bewegen, und schon wird einem klar, wie eine Welt aussieht, die vom stinkenden Pestpack der Werber mitgestaltet wird. Es ist eine Welt, in der das Unerwünschte und Sinnlose blinkt und plärrt und mit schreienden Farben und quietschbunter Sprache an der Aufmerksamkeit des Vorübergehenden zerrt, damit sich auch wirklich niemand mehr auf das Schöne, Geistreiche, Wichtige und Gewünschte konzentrieren kann. Das anschließende Aktivieren (oder Installieren) des Adblockers verwandelt auf wundersame Weise den von Werbern verpesteten Raum wieder in einen Raum für Menschen und macht fühlbar, dass eine Welt ohne Werber — die übrigens nichts weiter sind als bezahlte Lügner — eine schönere, geistreichere und bessere Welt wäre.

Fürs Web gibt es ja Adblocker. Für den Rest der Wirklichkeit nicht.