Friedrich will jetzt prüfen lassen, ob die Sicherheitsbehörden bei der Bestimmung der Opferzahlen rechtsextremer Gewalttaten zu niedrig lagen […]

tagesschau.de

Schau an, da waren doch jahrelang die „Dönermorde“, das Wörtchen passt ja auch bei Griechen, die polizeilich und medial als eine Mordserie „Bosporus“ abgelegt wurden — ganz so, als würde am fernen Bosporus und nicht inmitten der bundesdeutschen Gesellschaft getötet — Morde extremistischer und gewaltbereiter deutschen Rassisten. Und die Bezeichnungen dieser Morde als „Dönermorde“ und „Bosporus“ entlarven den meist deutlich unterschwelliger bleibenden Rassismus der Ermittler, deren rassistisch geprägte Sicht schließlich zur Einstufung von Taten als rassistisch geprägte Gewalt führte und damit erst die Opferzahl schuf, die zur autoritären Statistik versteinerte und als „Wahrheit“ politische Entscheidungen und Agitationen hervorbrachte. Gewalt. Kam darin vor allem von „links“ oder von gefährlichen religiösen Spinnern islamistischer Prägung. Wenn dieses „intellektuelle“ Selbstbedienungssystem unkorrigiert weiterläuft — es erfüllt in seinem statistischen Niederschlag ja auch einen psychologisch bedeutsamen Wunsch, nach dem bitteren zwanzigsten Jahrhundert den Rassismus in Deutschland „überwunden“ zu haben — ist die nächste derartige Mordserie nur eine Frage der Zeit.

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