Angesichts der Katastrophe — wieso schreibt die Journaille eigentlich bei diesem Thema so gern Tragödie, ganz so, als ob es ein aufgeführtes Schauspiel wäre, von dem sich die Menschen entspannt zurückgelehnt unterhalten lassen sollen — auf der Loveparade hat es sich das Fachblatt für geile Bilder und widerlichen Gossenjournalismus, die Bildzeitung, nicht nehmen lassen, schnell noch ein wenig in den Leichen zu fleddern und Google-Ads zu geeigneten Suchbegriffen zu schalten, damit die Toten auch ja noch ordentliche page impressions und Werbegeld für den Springer-Verlag bringen:

Todesopfer Loveparade -- Loveparadebesucherin erlag ihren Verletzungen. Mehr auf Bild.de -- www (punkt) bild (punkt) de (slash) Opfer_Loveparade

Ich empfehle übrigens angesichts derartiger Ads, ruhig einmal angewidert darauf zu klicken und dabei zu hoffen, dass es auch richtig teuer für die Entseelungsreste wird, die auf diese Weise Geschäft machen. Den Browsertab kann man getrost schließen, bevor die grelle Website der Bildzeitung vollständig geladen ist. Es kostet schon, wenn Google den Klick registriert hat.

Werbeanzeigen