Heute vor dreißig Jahren, am 19. Juli 1980, wurden in Moskau die „Olympischen“ Sommerspiele eröffnet. Diese Großveranstaltung für einen als Sport getarnten, unterhaltsam verlarvten Nationalismus und die Präsentation der Nebenwirkungen zerbrochener Jugend und jahrelangen Dopings wurde von etlichen Staaten der „westlichen Welt“ — der newsspeak tut ja gern so, als ob es mehr als eine Welt gäbe — boykottiert, weil die damalige Sowjetunion einen Krieg gegen Afghanistan führte. Die Veranstaltung wurde auf massiven politischen Druck hin von ungefähr den nationalen „olympischen“ Komitees derjenigen Staaten boykottiert, deren Streitkräfte heute in Afghanistan Krieg führen — diesmal freilich aus völlig „ehrenhaften“ Gründen, zum Beispiel zur „Sicherung der Grenzen der BRD“ und um das zarte Pflänzchen der „Demokratie“ dort auszusäen.