Die so genannte „Glaubensstärke“ religiöser Menschen, die übrigens unermüdlich von den religiösen Institutionen eingefordert wird, sie besteht nicht etwa darin, dass ein Mensch durch seinen Glauben Berge versetzt. (Mt 21, 21) Sie besteht vielmehr darin, dass der „glaubensstarke“ Mensch einfach die Augen schließt, den Berg nicht sieht und mit festem Blick in das Nichts in die Welt hineinruft, dass doch alles in wunderbarer Ordnung wäre. Wer aber einen Stein anfasst, der ist böse wie der Satan selbst, husch fern fort davon, Gefahr!

Und wenn es nicht einige Menschen gäbe, die gelegentlich mit ihren Händen — denn des Glaubens bedarf es hierzu nicht, wohl aber des Wissens um die eigene Kraft, die Beschränkungen des eigenen Lebens und den eigenen Lebensplan — einige kleinere Steinchen an einen anderen Ort getragen hätten, denn wäre die Welt unter dem Zement des „Glaubens“ erstickt. Begleitet. Vom herzvollen und begeisterten Sang blinder Glaubender.