Jetzt, wo der Irrsinn einer politischen Norm für die Zeitmessung wieder einmal über die Lande geht, wo sich alle Menschen daran erinnern sollen, dass sie am Sonntag morgen ihre Uhren um eine Stunde verstellen, so es die Uhren noch nicht automatisch tun, jetzt, wo wir es vor uns haben, dass am kommenden Montag die Menschen noch unausgeschlafener, mürrischer und unaufmerksamer sind als eh schon des Montages, dass es deshalb auch die typische Spitze in der Unfallstatistik gibt — ja, jetzt schlummert sich wieder ein Wort in die Medien, das dort vor allem zu diesem Anlass und sonst das ganze Jahr lang nicht mehr bemüht wird. Das Wort „Schlafforscher“.

Diese sagen übrigens jedes Jahr das gleiche, nämlich, dass diese am 6. April 1980 eingeführte Maßnahme eher schädlich ist. Das mit der Energieeinsparung durch das „Deutsche Zeitgesetz“ ist hingegen ein Effekt im Bereich der außersinnlichen Wahrnehmung. Zum Energieeinsparen wäre es angesichts des immensen Aufwandes zur Beheizung der Wohnquader während der Wintermonate viel effizienter gewesen, ein „Deutsches Wettergesetz“ zu verabschieden, welches das Sommerwetter im Winter einführt. Das wäre lösungsorientierte Politik gewesen! Populär, mutig und wirksam, genau die richtige Entschlusskraft für eine bessere Zukunft. Und endlich könnten wir deutsche Bananen kaufen.

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