Es ist schon seltsam, dass jene Zeitgenossen, die einem so gern erzählen, wie viele Vorzüge doch auf Papier gedruckte Informationen gegenüber dem so flüchtigen und vergänglichen Medium Internet haben, niemals ihr Regal präsentieren können, in welchem sie über Jahrzehnte hinweg ihre Tageszeitungen archiviert haben und aus welchem sie immer wieder einen „alten Schatz“ für die genüssliche Lektüre entnehmen. Die Vergänglichkeit der Inhalte im Internet ist kein Argument, wenn man damit ausgerechnet die Vorzüge der Presse hervorheben will, denn die Presse war schon immer ein Wegwerfprodukt. Wenn so ein — meist konservativer — Zeitgenosse aber kein besseres Argument findet, denn belegt er damit, dass der gegenwärtige, unter dem Milliardärsprivleg der „Pressefreihet“ zum Gelderwerb betriebene Journalismus überhaupt keine Vorzüge mehr hat.

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