Wer ist bei der deutschsprachigen Journaille eigentlich auf die Idee gekommen, Menschen, die Steuern hinterziehen mit dem im Spiegel des Reklamegebrauches des Wortes „Sünde“ geradezu nach Genuss klingenden Schönsprech von den „Steuersündern“ zu bezeichnen, während gleichzeitig immer wieder die äußerste Härte gegen jene Menschen eingefordert wird, die Sozialleistungen beziehen und in diesem Bemühen auch nicht davor zurückgeschreckt wird, den Bezug von Sozialleistungen mit haufenweis falschen Daten in die Nähe des Betruges zu stellen?

An der kollektiven Verwendung dieses propagandistischen Nebeneinanders durch die gesamte deutschsprachige Journaille hindurch zeigt sich, wessen Stimme in der deutschsprachigen Journaille (und in den sonstigen Massenmedien) hörbar wird und gegen welche Menschen sich diese kalte Stimme richtet. Wer Ohren hat zu hören, der höre dort weg!