Kaum etwas entlarvt den wahren Charakter der institutionalisieren und staatstragend gewordenen christlichen Religion dermaßen deutlich, wie der Militärgeistliche, der den Soldaten noch ein paar Worte von der göttlichen Liebe mit ins blutgedüngte Feld geben soll, damit die Kriegswaffenindustrie auch eine reiche Ernte einfahre; wie der Lügenpriester, der am Sarge eines Großräubers in prunkvoller Zelebration den Komplizen und Verwandten etwas vom gerechten Gott und ewigen Leben hintröstet und wie der Pfaffe, der einem zum Tode verurteilten Menschen vorm kalten Schafott noch ein paar fromme Wörtchen erzählt. Heilig, heilig, heilig ist der Tod, lasset uns anbeten!

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