Es ist gut möglich, dass wir noch das erleben werden, was unter dem Schlagwort vom „sauberen Sport“ als so erstrebenswert und echt hingestellt wird: Einen professionell betriebenen Sport völlig ohne Doping. Wenn das Wettgeschäft erst größer als das Werbegeschäft ist — und der Werbemarkt hat seine besten Zeiten schon längst hinter sich gebracht — dann wird das abgesprochene oder von den großen Wettanbietern zur Profitmaximierung gekaufte Ergebnis zur Regel werden. Irgendwelche Mittel zur individuellen Leistungssteigerung sind nicht mehr erforderlich. Da, wo der „Sport“ immer schon eine große Nähe zur Wettlust hatte, etwa bei den rennenden Pferden, da haben derartige Absprachen, wenn sie einmal bekannt werden, kaum noch ein nennenswertes Empörungspotenzial und jedem ist klar, dass es sich nur um die Spitze eines Eisberges handelt, ohne dass das die Freude am Zocken trübt.