Eben beim Lesen meiner Mail habe ich den interessanten Hinweis bekommen, dass es sich beim rüpelhaften und nicht besonders sportlichen Vorgehen der JAKO AG gegen einen Blogger doch um eine Form des Marketings handeln könne, immerhin ist ja jetzt eine zuvor eher unbekannte Marke allgemein bekannt geworden.

Nun, das ist eine interessante Idee. Von dieser Methode des „Marketings“ habe ich schon vor vielen Jahren einmal gehört, und das hörte sich so an:

Chef: Herein! … Ah, Frosch.

Frosch: S. Frosch, bitte.

Chef: Schnauze! Ich muss mit Ihnen reden, Frosch.

Frosch: S. Frosch, bitte.

Chef: Schnauze! Es ist wegen Ihrer Kampagne für Conquistador Kaffee. Nun, ich musste mich heute morgen mit dem Manager von Conquistador treffen, und er ist sehr unglücklich wegen Ihrer Kampagne. Sehr unglücklich. Tatsächlich hat er sich erschossen.

Frosch: Schlimm?

Chef: Nein, wirklich gut. Bevor er von uns gegangen ist, hat er eine Nachricht für den Sekretär des Unternehmens hinterlassen, deren wesentlicher Punkt es ist, wie enttäuscht er von Ihrer Arbeit war, und insbesondere, warum sie den Namen von Conquistador Instant-Kaffee in Conquistador Instant-Lepra geändert haben. Warum, Frosch?

Frosch: S. Frosch, bitte.

Chef: Schnauze! Warum haben Sie das getan?

Frosch: Es war ein Scherz.

Chef: Ein Scherz?

Frosch: Nein, nein, kein Scherz… eine Marketing-Kampagne.

Chef: Ich sehe, Frosch.

Frosch: S. Frosch, bitte.

Chef: Schnauze! Schauen wir uns doch einmal die Verkaufszahlen an. Als sie diesen Wert übernommen hatten, Frosch, war Conquistador ein Markenführer. Hier haben Sie ihre erste Kampagne gestartet: „Conquistador Kaffee gibt dem Wort ‚erbrechen‘ eine neue Bedeutung“. Hier haben sie ihr Einführungsangebot gestartet, zu jeder Packung einen kostenlosen toten Hund hinzuzugeben. Und das hier ist das Ergebnis Ihrer zweiten Kampagne, „der prickelnde, frische Kaffee, der Ihnen eine eine reizende neue Cholera, Räude, Wassersucht, einen Tripper, die Staupe und eine Herzerweiterung* verschafft. Aus dem Hause Conquistador“.

Frosch: Es war keine gute Verkaufsstrategie**.

Chef: Warum, Frosch?

Frosch: S. Frosch, bitte.

Chef: Schnauze! Ja?

Frosch: Nun, immerhin kennen die Leute den Namen.

Chef: Aber sicher kennen sie den Namen. Sie haben die Fabrik niedergebrannt. Der Eigentümer hält sich in meinem Badezimmer versteckt… der Eigentümer hielt sich in meinem Badezimmer versteckt.

Frosch: Sie werden mich doch jetzt nicht etwa feuern, Chef?

Chef: Sie feuern?! Drei Männer tot, die Fabrik niedergebrannt, jede Bedeutung verloren und unsere Firma völlig bankrott. Was… was… was… was können Sie dazu sagen? Welche Entschuldigung können Sie vorbringen?

Frosch: Entschuldige, Vater!

Chef: Oh. Ja. Nebenbei bemerkt: Ihr Film hat einen Preis gewonnen.

Monty Python: Conquistador Coffee Campain | YouTube-Direktlink
Sorry für die vielen Fehler, die in der Übelsetzung stecken müssen…

* Unsicher: Ich verstehe hier „athlete’s heart“, bin aber nicht sicher.

** Nur, wenn ich „soft-sell“ hier richtig als kleines Wortspiel mit „hard-sell“ für eine aggressive Verkaufsstrategie verstanden habe.

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