Ár var alda, þar er Ýmir bygði,
vara sandr né sær, né svalar unnir,
jörð fannsk æva, né upphiminn,
gap var ginnunga, en gras hvergi.

Völuspá, 3

Aus der Sicht der Erbsubstanz betrachtet — und eine andere Sicht ist evolutionär eher fragwürdig — muss es für eine Art gar nicht so schlecht sein, wenn ihre Individuuen dem Menschen schmecken, vorausgesetzt, dieser Art gelingt es auch, vom Menschen gezüchtet zu werden. Weder die Kühe, noch die Hühner, noch die vielen als Getreide kultivierten Grasarten sind vom Aussterben bedroht, ganz im Gegensatz zu den vielen vielen Lebensformen, die dem Menschen nicht so munden. Würde ein außenstehender Beobachter mit einem fortschrittlichen Raumfahrzeug vorbeischauen und das Treiben auf der Erde betrachten, so könnte er leicht zu Auffassungen kommen, die dem größten Teil der Menschen absurd vorkämen. Er könnte zum Beispiel die großen Mühen und den technischen Aufwand des Ackerbaues sehen und auf die Idee kommen, dass diese seltsamen, mit so viel primitiver Technik den ganzen Planeten verbrennenden Zweibeiner ihrerseits von angepassten, parasitären Gräsern ausgebeutet würden, deren Erbsubstanz sie eigens zu diesem Zweck zum Nahrungsmittel der Zweibeiner gemacht hat. Und. Er könnte die Gräser für die eigentlichen Herrscher und die dominierende Lebensform auf der Erde halten. Dass ein solcher außenstehender Beobachter aber den Menschen irgendeine Form der Intelligenz zutraute — so sehr mich dies als Mensch auch schmerzt — erscheint mir angesichts der Gesamtheit der menschlichen Zivilisation unvorstellbar.

Und wer jetzt meint, dass dieses Phänomen des sommerlichen Englands mit seinen heiteren Lügnerclubs, diese Kornkreise, vielleicht eine Kommunikation der Außerirdischen mit dem Gras ist, dem kann ich auch nicht mehr helfen…

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