Shit, fuck, Satan, death, sex, drugs, rape
These seven words you are trying to take

Anthrax, Startin’ up a Posse

Als der Regisseur Mike Newell im Jahre 1993 in Großbritannien die Dreharbeiten am Filme Four Weddings And A Funeral leitete, musste er eine erhebliche Anzahl von Szenen doppelt drehen lassen. Denn dieser Film sollte ja auch in den USA vermarktet werden können, und deshalb musste im Text des Drehbuches von Richard Curtis jedes Auftreten des Wortes „fuck“ durch eine „harmlosere“ Variante ersetzt werden und die Szene noch einmal mit diesem Text gespielt werden. Eine entsprechende Synchronisation des Tones hätte keineswegs ausgereicht, da man die wirkliche Intonation „fuck“ sehr deutlich an den Lippen hätte ablesen können.

Die Bemühung der US-amerikanischen Moralapostel und Jugendschützer um eine klinisch reine Sprache in Medienproduktionen hatte allerdings in diesem Fall einen eher zweifelhaften Erfolg. Curtis und Newell bekannten in ihrem Drehtagebuch, dass sie — wegen der Verpflichtung, diese Regel für den US-Markt einhalten zu müssen — während der Dreharbeiten an diesem Film viel häufiger ein psychisch erleichterndes „Fuck!“ ausgesprochen hätten als in irgendeinem anderen Moment ihres Lebens.

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