Das Königreich des Vaters ist gleich einem Mann, der wollte einen Mächtigen töten. Er zog in seinem Haus das Schwert und durchstach die Mauer, um herauszufinden, ob seine Hand stark genug wäre. Dann tötete er den Mächtigen.

Jesus aus Nazaret zugeschrieben, Thomas-Evangelium, Logion 98

Sie sprach mich auf die Gewalt an, nicht auf jene abstrakte, strukturelle Gewalt, die mein Leben formte, sondern auf jenen greifbareren Teil dieser Gewalt, der mich zur unmittelbaren Reaktion nötigte. Und sie nannte mich, trunken des feigen Stolzes, sogar einen Gewalttäter. Und ich konnte dieser worteifrigen Pazifistin für Andere nur sagen, dass ich schon lange keine dritte Wange mehr zum Hinhalten habe, und dass damals schon die zweite Wange zu viel war. So sehr ich den Frieden schätze, ich werde nicht mehr nach Frieden mit jenen Menschen streben, die den Frieden verachten, weil sie in ihrem schlundhaften psychischen Verhungert niemals zufrieden sein können. Solches Streben kommt einem schleichenden Selbstmord gleich, den man vor lauter Feigheit durch die Hände eines Anderen ausüben lässt. Wo es keinen Frieden gibt, da sollte niemand unter Absagen ethikartiger Phrasen so tun, als sei Frieden. Denn. Alles vermeidbare Elend der Menschen beginnt mit dem Selbstbetrug.

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