Man kann ja eh nichts ändern„, sagt Zeitgenosse Mauerglück. Und. Versteckt sein „ich“ hinter dem unpersönlichen „man“, um der Schwere seines Sitzfleisches allgemeine Gültigkeit zu geben. „Die machen ja eh, was sie wollen„. Mit diesem Mantra auf den Lippen, das wie mechanisch jedes Mal wiederholt wird, wenn die eigene Verantwortung hör- und fühlbar wird, tut er nichts.  Verschanzt sich mit verschränkten Händen in die geile, bunte Ersatzwelt der Massenmedien, ein dröges Surrogat für das Leben. Unterdessen steht das Kartenhaus seiner Lebenslügen in Flammen, niemand löscht den Brand, und „die da oben“ haben schon längst ihre Schäfchen ins Trockene gebracht.

Überall in Deutschland redet Zeitgenosse Mauerglück genau so. Und. Ist genau so untätig. Kein Wunder, dass er mit seinem unverschämt fatalistischen Reden Recht behält.