Steinhart — Die älteste Hinrichtungsmethode, über die uns schriftliche Aufzeichnungen vorliegen, ist die Steinigung. Es handelte sich dabei um eine Art gemeinschaftlich betriebenen Sport; und die Teilnehmer an einer solchen Steinigung haben es als ein Zeichen schlechter Form betrachtet, wenn sie das jeweilige Opfer am Kopfe trafen. Vielmehr bevorzugte man es, dass das Opfer vor seinem Tod noch so lange wie möglich bei Bewusstsein blieb und auf diese Weise auch so lange wie möglich unter den Schmerzen der inneren Verletzungen und der gebrochenen Knochen litt. Wer jetzt der Meinung ist, dass so etwas nach einer barbarischen und überaus schrecklichen Methode klingt, die Todesstrafe an einem Menschen zu vollstrecken, sollte sich einmal darüber klar werden, dass diese barbarische und überaus schreckliche Methode in einigen — vor allem religiös geprägten — Gesellschaften in unserer Welt immer noch angewendet wird. Und zwar. Gegen Frauen. Nur gegen Frauen.

Weichgekocht — Im Jahre 1890 wurde William Kemmler in New York, USA, hingerichtet. Man wollte die barbarischen Methoden des staatlichen Tötens hinter sich lassen, und so beschloss man, Herrn Kemmler auf eine moderne und schmerzlose Weise zu ermorden, um dem abstrakten metaphysischen Begriff der „Sühne“ Genüge zu tun. Im Auburn Prison wurde der erste elektrische Stuhl aufgestellt, und Herr Kemmler war der erste Mensch, der auf diesem Stuhl festgebunden und in dieser Haltung verdrahtet wurde; natürlich nicht ohne, dass vorher ein paar Gebete gemurmelt wurden. Diese erste elektrische Hinrichtung dauerte über acht Minuten. Sie musste mehrfach kurz unterbrochen werden, da die erforderliche elektrische Spannung nicht über einen längeren Zeitraum erzeugt werden konnte. Der Henker veranlasste also mehrere Stromflüsse durch einen menschlichen Körper, der in dieser Anordnung zum elektrischen Widerstand in einem absurden Stromkreis gemacht wurde; dieser „Widerstand“ reagierte darauf mit Zucken, Schreien, Qualmen und aufplatzenden Augen. Es dauerte acht Minuten, bis William Kemmler tot war. Eine anschließende Autopsie ergab, dass er gewissermaßen zu Tode gekocht wurde, von innen nach außen zu Tode gekocht.

Lungenschonend — Im US-Bundesstaat Texas ist den Häftlingen in den Todestrakten der Gefängnisse das Rauchen verboten. Es ist ja auch sehr schädlich. :mrgreen:

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