Sie war etwas schlampig gekleidet. So, wie man sich eben zu Hause kleidet, also bequem.

Und. Wenn immer sie mir ihren Rücken zuwandte, und ihre schlabberige Hose wegen des ermüdeten Gummizuges ein wenig nach unten rutschte, dann bildete sich zwischen dem etwas zu kurzen Pulli und der Oberkante dieser Hose ein Spalt, der Einblick auf die Haut ihres Rückens gab. Das sagte ich ihr. Belustigt. Und ich fügte hinzu, dass sie noch ein wenig an sich arbeiten müsse, um zu einer „richtigen Schlampe“ zu werden. (Es war ein heiteres Beisammensein.) Denn so eine „richtige Schlampe“ zeigt hierzu noch ihren Slip durch diesen Spalt hindurch.

Da erinnerte sie sich an den Matheunterricht in ihrer Ausbildung. Sie sagte, dass es damals modern gewesen sei, dass die Mädchen (in einer deutlich ungemütlicheren Schulsituation) so herumliefen, und dass es in ihrer Klasse viele gewesen seien. Sie hatte nie verstanden und es nur kopfschüttelnd hingenommen, dass man sich so billig verkaufen kann. Aber sie erinnerte sich auch, dass es beim männlichen Mathelehrer gut angekommen war; dass dieser Lehrer jenen Mädchen, die sogestalt mit Reizen spielten, doch viel mehr Aufmerksamkeit und Hilfestellung zu Teil werden ließ.

Frau lernt eben in der Schule fürs Leben. Und für was für ein Leben frau doch manchmal lernt!

Ein fröhlicher Gruß an C.