Zeitgenosse: „Du hast jetzt drei Tage hintereinander hässliche und deprimierende Fotos zu deinen Texten gestellt. Machst du eigentlich keine schönen Bilder?“

Nachtwächter: „Natürlich habe ich in den letzen Tagen schönere Motive gefunden, Bruder: Wilde Lilien, Ponys, Kühe und Gänseküken. Aber das beschädigte Leben der Menschen um mich herum ist nicht von wilden Lilien, Ponys, Kühen und Gänseküken geprägt, sondern von der kältesten Verwirtschaftung jeder menschlichen Regung. Und. Von dieser ängstlichen Stumpfheit, mit der diese Entmenschung von fast allen Menschen hingenommen wird, als ob nicht jeder wüsste, dass diese Entmenschung Unrecht ist. Die Bilder sollen einen Finger auf die Wunde legen, genau wie die Texte, die Betrachtungen, die kurzen Gedanken. Mehr nicht. Sie sind ein Hilfsmittel des Ausdrucks, genau wie die Sprache. Kitschpostkarten. Sind hingegen überall käuflich zu erwerben.“

Fröhliche Größe an M. — und ich bin nicht ganz so garstig und zeige hier auch gern einmal, wie es etwas außerhalb der dröhnenden, stinkenden Stadt an manchen Orten aussieht:

Außerhalb der stinkenden Stadt