Missionar (der, weibl. Form: Missinoarin, die) — Bezeichnung für einen Menschen, der die psychischen Quellen der Lust und der Unlust bei anderen, zur Rechtfertigung solchen Tuns als „ungläubig“ bezeichneten Menschen, verzerren und umleiten will. In der Regel werden zur Steigerung der Wirksamkeit dieser seelischen Deformationen die größtmöglichen verfügbaren Lust- und Unlustquellen verwendet, indem die Lustquelle der Sexualität vergällt und so weit wie möglich verkrüppelt wird, während die größtmögliche Unlustempfindung, die Angst, gezielt verstärkt wird, damit sie zur Motivation der „Gläubigkeit“ werde; wobei es wohl durchaus als Vorteil empfunden wird, dass ein verängstigter Mensch nur noch eingeschränkt zu intellektueller Leistung befähigt ist. Als geeigneter Anlass für die Herbeiführung der Angstempfindung wird hierzu fast immer die an sich bereits angstbesetzte Tatsache der eigenen Sterblichkeit verwendet, wobei zur Verstärkung der schon übergroßen Angst in aller Regel immerwährende, jenseitige Qualen postuliert werden. Die angebotene Religion ist dann eine psychomanipulative Technik zur Angstabwehr, die mit einer Lustabwehr erkauft werden muss. Es verwundert nicht, dass die glaubensbereiten Opfer solchen Bestrebens psychisch dermaßen verarmen, dass ihnen noch die trübste und sumpfigste institutionaliserte Religion. Als strahlender Pfad der Seele erscheinen kann. Diese Vorgehensweise bei der Verbreitung des Glaubens ist auch die Ursache der leicht zu machenden Beobachtung, dass die meisten Religionen einen so überdeutlichen Schwerpunkt auf die Themen Sexualität und Tod legen.