Die Klimawandel-Website von Al Gore ist einer Meldung von „The Register“ zu Folge gehackt worden. Angesichts der Tatsache, dass dort eine WordPress-Version 2.0.4 installiert ist, die gut anderthalb Jahre alt ist und etliche bekannte und gut ausnutzbare Sicherheitslücken hat, ist eine solche Meldung auch nicht weiter überraschend. Nur die Tatsache, dass der Angriff erst jetzt erfolgt ist, verwundert ein bisschen. Wenn ich einen Angriff auf die Site durchgeführt hätte, denn hätte ich mich eines solchen Scheunentores bedient.

Überraschend ist aber immer wieder das Gleiche. Nämlich. Wie viele Menschen, Firmen und Organisationen der Meinung sind, dass man alle Meldungen über Sicherheitsprobleme in den Wind schlagen kann, und dass man auch getrost das Geld sparen kann, das als Lohn dafür ausgegeben werden müsste, wenn sich fachkundige Menschen um die erforderliche, ständige Pflege einer Website kümmern würden. Und. Belustigend finde ich es auch. Die allgemein gepflegte „Geiz ist geil“-Mentalität führt doch immer wieder zu recht „ungeilen“ Erlebnissen bei den Geizhälsen. Wer — wie Al Gore — über einen so fetten und kostenintensiven Apprat für Werbung und Propaganda verfügt, der macht sich durch Geiz bei solchen relativen „Pfennigbeträgen“ sogar richtig lächerlich. Und zwar. Vor der ganzen im Internet zuschauenden Welt.