Das Monopol — Ein Staat ist nichts weiter als eine zu geltendem Recht erklärte Monopolisierung der Gewalt, des Verbrechens und der Ungerechtigkeit. Und. Er ist niemals etwas anderes gewesen. Und. Er wird auch nichts anderes mehr werden, er wird jede Veränderung dieser seiner wirklichen und einzig wirksamen Verfassung durch Anwendung von Gewalt, Verbrechen und Ungerechtigkeit zu verhindern trachten. Und. Dabei werden ihnen alle unterdrückten Menschen zuarbeiten, die aus lauter Angst vor der Gewalt nach persönlicher Sicherheit und nicht nach der persönlichen Freiheit streben.

Die Mafia — Wer der modernen Priesterschaft der Journaille glaubt, der verfällt leicht dem Glauben, dass die Korruption so vieler Amtsträger eine Gefahr für den Staat sei. In Wirklichkeit. Ist es jedoch so. Dass ein Staat durch Korruption erhalten wird, dass er in seiner Substanz auf einem Netz niemals kodifizierter Verpflichtungen und Gefälligkeiten aufgebaut ist, die sich am zutreffendsten und grellsten im organisierten Verbrechen widerspiegeln. Das. Ja. Oft. Eine besondere Nähe zu den staatlichen Organen zeigt, da ähnliche Absichten leicht zu Zweckbündnissen führen.

Das Gefängnis — In einer Zeit, in der Verbrecher und antisoziale Menschen zu Reichtum, Ansehen, Ruhm, Amt und Würde kommen, kann es für einen denkenden Menschen durchaus ehrenhaft sein, wenn ihn sein eigener Weg in ein Gefängnis führt. Erfreulich. Wird es dadurch aber niemals.

Die Talkshow — Sie sagte, sie schaue politische Talkshows, weil ihr dort immer wieder Menschen aus dem Herzen und aus dem Munde sprächen. Und. Sie räumte damit ein, dass sie ihr Herz und ihren Mund schon längst anderen zur freien Benutzung übergeben hat. Und. Dass sie davon keinen eigenen Gebrauch mehr machen könne. Kein Wunder. Dass. Sie sich einsam und leer fühlt, wenn kein Radio und kein Fernseher plärrend im Hintergrunde läuft.

Die Schlechtmacher — Es lässt tief blicken, dass „Weltverbesserer“ ein Wort des Schimpfes und der Abwertung geworden ist. Es. Spiegelt wider, dass die Verschlechterung der Welt längst die sozial gewünschte Haltung geworden ist. Und. Dass schon das Denken über eine Linderung der Zustände unerwünscht ist, so es laut und vernehmbar wird. Meist. Wird der Denkende schon vor jeder Tat gestoppt, indem man ihm nur leicht verklausuliert zuruft: „Mach es selbst, verbessere nur die Welt und zeig ruhig, was du drauf hast! Aber lass uns in Ruhe damit! Wir werden dir schon entgegen arbeiten!“

Die Religion — Das Lied, das der Denkende in jedem Gesangbuch jeder Religion vermisst, das ist der Dankgesang für die Vernunft. Dieses „Lied“ fehlt auch in der Phrasologie der modernen Religionen, die von der Erlösung durch Wirtschaft, Wachstum, Wettbewerb und weiterem Konsum sprechen und damit ihr parareligiöses Gepräge deutlich machen. In beiden Fällen ist man auf den Glauben zurückgeworfen, und je unreflektierter und fatalistischer und damit dümmer dieser Glaube ist, desto besser ist es für die jeweilige Priesterschaft der Religion.

Das Wetter — Wie weit die unreflektierte und dumme Gläubigkeit in den modernen Parareligionen der Wirtschafts-Priester geht, zeigt sich am deutlichsten in der medial geprägten Redensart vom „Konjunkturklima“. Wenn der ganze Zauber dieser unheiligen Priester gescheitert ist, müssen sich sich doch wieder verbal darin flüchten, dass sie von übergeordneten, kaum beeinflussbaren Mächten sprechen, denen sie durch das Wort „Klima“ den propagandistischen Glanz eines Naturereignisses geben. Diese Ergebenheit in das Unvermeidliche wäre wohl auch ohne den als „Wissenschaft“ getarnten Aberglauben möglich gewesen, und zwar zum Vorteil des größeren Teiles der betroffenen Menschen. Aber. Das wäre nicht so ein gutes Geschäft. Für. Diese. Falschprofeten.

Das Brot und die Spiele — Nachdem es sich jahrhundertelang bewährt hat, die weniger bemittelten Menschen nicht nur mit Gewalt zu unterdrücken, sondern auch mit Brot und Spielen ruhig zu stellen, versucht man inzwischen aus lauter Gier einmal etwas Neues: Man gibt ihnen mit aller medialer Wucht immer mehr Spiele, aber nicht mehr genug Brot. Ob das funktioniert. Wird man in einigen Jahrzehnten in den Geschichtsbüchern lesen können. Fremd genug. Sind sich die meisten Menschen inzwischen geworden. Dass. Es funktionieren könnte.