Immer wieder lese ich im Vorbeigehen am Auswurf der Journaille Aussagen im Stile der Folgenden (die Zeichenfolge XXX ist ein Platzhalter für beliebige Bezeichnungen):

  • Katastrophe in XXX: Viele Menschen obdachlos.
  • Kämpfe in XXX: Vermittlungsversuch der YYY.
  • Das Wetter: Sonnig und warm.
  • Urlaubszeit: Benzinpreise auf hohem Niveau.
  • Managergehälter so hoch wie nie zuvor.
  • Gesundheitsreform: Weniger Krankmeldungen.
  • China: Sack Reis umgefallen.

Was in den Schlachtzeilen Schlagzeilen der Zeitungen steht, lässt sich oft zutreffend in der Formel „Dieser Satz kein Verb“ zusammenfassen.

Wenn ein durchschnittlich gebildeter Mensch einem anderen Menschen gegenüber stünde, der sich in einer vergleichbaren, reißerischen Stammel- und Stümmelsprache mitzuteilen suchte, so würde er jenen gewiss für einen ungebildeten und dummen Zeitgenossen halten. Und. Er würde die Aussagen, die aus so stammelnden Munde quellen, nicht für besonders zuverlässig halten oder gar sein Weltbild an ihnen ausrichten. Aber. Dennoch sind viel zu viele, darunter auch recht gebildete Menschen geneigt, ähnlich geformte Aussagen der Content-Industrie für sehr zuverlässig zu halten. Und. Sie richten ihr Weltbild daran aus.