Wenn ich lese, dass das gegenwärtige Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI, angesichts des Völkermordes aus niedersten Motiven und der weit gehenden Vernichtung ganzer Kulturen von sich gibt, dass die amerikanischen Ureinwohner die Ankunft der christlichen Priester „still herbeigesehnt“ hätten, denn kann ich nicht widerstehen, ein interessantes Dokument aus jener Zeit zu zitieren. Es handelt sich um eine zeitgenössische Beschreibung eines Vertreters der gleichen herzkalten und gottlosen Kirche. Bischof Landa schreibt im 41. Kapitel seines Buches „Relacion de las cosas de Yukatan“ mit spürbaren Stolz die folgenden Worte zur Vernichtung der Kultur der Maya, Teilbereich heilige Bücherverbrennung:

Wir fanden etliche Bücher aus ihren Buchstaben und Zeichnungen, aber diese enthielten nichts außer Aberglauben, Falschheiten und Bösem. Deshalb haben wir alle diese Bücher verbrannt. Das haben sie [die Maya, meine Anmerkung] sehr bedauert und es tat ihnen offensichtlich sehr weh.

Die böse und Menschen verachtende Geschichtsklitterung des Papstes erinnert den Denkenden nur noch an die Holocaust-Leugnung heutiger Faschisten. Wenn sich ein Mensch, der die Unmenschlichkeit so schön und heilig spricht, als Wächter von Sitte und Moral aufspielt, denn sollte jeder wissen, was von solchem lichtscheuen Gesindel zu halten ist.

Kirchenaustritt jetzt!

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