Eine Apotheke ist ein Spiegelbild der Krankheiten der Menschen. Das eigentliche Geschäft der Apotheke ist der Handel mit pharmazeutischen Produkten, die Krankheiten heilen oder doch wenigstens ihre leidigen Symptome lindern sollen. Dass solche Mittel in einem spezialisierten Fachhandel erworben werden müssen, richtet sich gegen die verantwortungslose Quacksalberei; gegen das zu leichte Geschäft mit der medizinischen Unwissenheit der Mehrzahl der Menschen.

Doch genau diese Quacksalberei hat sich wieder in die Apotheken eingeschlichen, und sie scheint ein gutes Geschäft zu sein. Wenn man eine Apotheke der heutigen Zeit betritt, wird man geradezu erschlagen von der überall aufgestellten und sehr aufdringlichen Reklame für pharmazeutisch fragwürdige, unwirksame oder gar unter Umständen gefährliche Produkte. (Das soll nicht heißen, dass diese nicht eine Wirkung durch den Placebo-Effekt haben könnten.) In der Werbung der Institution Apotheke wird so häufig die Fähigkeit zur kompetenten Beratung der Kunden dar- und herausgestellt, doch im Inneren einer Apotheke bemerkt der Wache schnell, das gut beratene und aufgeklärte Kunden schlecht für das Geschäft der Apotheke wären. Welcher Geschäftsmann wird schon die Grundlagen seines Geschäftes gefährden?

Wie gut sich dieser trübe Eindruck doch verfestigen kann, wenn man eine „Apotheken Umschau“ mitnimmt und aufmerksam liest!