Sie schien ihren Körper und damit ihr Leben wie eine Last mit sich zu tragen. Es war keine besonders intelligente und aufgeklärte Frau, die da sprach. Ihre Wortwahl, die Einfärbung der Intonation, die Verkürzungen in den Worten, alles klang roh, ein wenig nach „Unterschicht“ und damit eben nicht so, dass es besondere Einsicht versprach.

Mit diesen Worten und mit dieser nicht wiederzugebenden Intonation sagte sie etwa folgendes: „Alles redt vom Sparen, überall wird gespart. Aber wo is’n das ganze Geld gebliwen? Wo isses hin? ‚S kann doch nich einfach wech sein…“

Es bedarf keiner großen Bildung, um die Fäulnis und den gesellschaftlichen Zerfall in Deutschland wahrzunehmen. Es bedarf keiner Ideologie, keine politischen Überzeugung und keiner besonderen Einsichtsfähigkeit. Es bedarf nur der offenen Augen, der offenen Ohren und eines Minimums an Einsichtsfähigkeit. Um so erschreckender, dass es so selten geworden ist.

Sie setzte nämlich fort mit den Worten: „…, die verarsch’n uns doch nur noch.“

Wer unbedingt blind bleiben will, streue sich einfach jeden Tag mit der Presse und ebenfalls zentral gesteuerten neuen Massenmedien den Sand in die Augen, den die Propagandaabteilungen aus Wirtschaft und Politik dafür vorbereitet haben!