Und zur guten Nacht einmal etwas ganz anderes: Der angemaßte „heilige Vater“ der nach eigener Lehre einzig selig machenden römisch-katholischen „Kirche“, Benedikt der Sechzehnte, öffnete seinen Mund und nahm Stellung zu einem recht aktuellen Thema:

Jeder Trend, für Unterhaltungszwecke beispielsweise Filme und Videospiele zu produzieren, die Gewalt verherrlichen, antisoziales Verhalten darstellen oder menschliche Sexualität banalisieren, sei eine „Perversion“. Diese sei umso abstoßender, wenn diese Programme für Kinder oder Jugendliche gemacht würden. „Wie kann man diese ‚Unterhaltung‘ den zahllosen jungen Menschen erklären, die unter Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch leiden?“

Offen bleibt in diesem mutigen Wort allerdings die Frage, wie man den „jungen Menschen, die unter Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch leiden“ ein paar Eigenheiten der römisch-katholischen Religion erklären kann. Zum Beispiel — und das ist nur eines von vielen Beispielen — die Tatsache, dass diese silberlinggeilen Jesusverkäufer mit jeder Armee der so genannten „christlichen“ Staaten zusammenarbeiten und dabei auch keine Hemmungen haben, ihr lästerliches Pfaffengeschmeiß segnend vor jene Gewehre und Kanonen zu stellen, mit denen eine sehr viel realere Gewalt als in Film und Computerspiel ausgeübt werden soll und ausgeübt wird. Selbst für den indoktriniertesten Waisen, Krüppel oder Toten wird es da nur ein schwacher Trost sein, dass die Ursache der Verheerung ein bisschen fromm besummselt und mit ein paar eiligen Tröpflein Weihwassers besprenkelt wurde.

Natürlich bleibt eine solche Rede des römischen Gewaltfreundes nicht frei von missbrauchten Jesusworten, schließlich weiß diese „Kirche“ allein schon aus ihrer Tradition heraus, dass Jesus nicht mehr viel dagegen unternimmt:

Der Papst empfiehlt, über den Gegensatz zwischen Christus und demjenigen nachzudenken, der „einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt“. Während der Gottessohn „die Kinder in seine Arme nahm, ihnen die Hände auflegte und sie segnete“ (Mk 10, 16), wäre es für den anderen besser, „man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen“ (Lk 17, 2).

Dieser Empfehlung kann ich mich angesichts solcher Papstworte nur anschließen. Und nicht nur das, ich sehe gerade die ganze Pracht des Vatikans vor meinem inneren Auge und muss noch an ein weiteres biblisch überliefertes Jesuswort denken, das gewiss keinen Bezug zu den Machenschaften der römisch-katholischen Kirche hat: „Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll heißen ein Bethaus allen Völkern? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“ (Mk 11, 17)