Wie unangenehm, ja geradezu eklig doch das umgangsprachliche Tätigkeitswort „glotzen“ ist, wie sehr es doch an Fotzen, motzen, kotzen und rotzen anklingt. Und doch benutzt der deutsche Volksmund dies ekle Wort für die stumpfe „Tätigkeit“ des Fernsehens, mit der die meisten Menschen viele Stunden ihrer Tage verleben.

Ob sich in der Bevorzugung eines derart widerwärtigen Wortes wohl auch etwas von dem Ekel vor sich selbst ausdrückt, den ein Mensch schon einmal empfinden kann, wenn er irgendwelche flackernden Schatten an seiner Statt leben lässt?

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