Category: Alarmrufe


Die blinden Empathen

Der Vorübergehende sagte zu seinem aufgeregten Zeitgenossen mit den Augen voller Bilder: “Während sich die Menschen von ihrer leicht entflammbaren Empathie für die Opfer der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten so sehr mitreißen lassen, dass sie trotz der wahrheitsfressenden Propaganda sich aus sicherer Entfernung zu sagen getrauen, sie stünden auf irgendeiner Seite und irgendeine andere Seite tue böses Unrecht, das so schnell wie möglich beendet werden muss; während all das geschieht und die Kameras der Propagandaministerien bereitstehen, damit auch ja die von den Herrschenden und Besitzenden gewünschten Bilder in die Augen der Welt gerammt werden; während all dies unter großer Anteilnahme der Unbeteiligten geschieht, stirbt in aller Missachtung und seelenlosen Ruhe alle drei Sekunden auf dieser Welt ein Mensch an permanentem Hunger — und einige dieser blinden Empathen machen ihre Altersvorsorge sogar davon abhängig, dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln auch ja schön erfolgreich im Sinne eines möglichst großen Profits sei. Der wirkliche Krieg. Ist und bleibt unbemerkt. Und. Ist ein bitterer Vernichtungskrieg, getrieben vom irrationalen Wahnsystem des Geldes”.

Das “böse” Internet

Wenn es dieses “böse” Internet nicht gäbe, könnten die Menschen sehr viel leichter von der Milliardärspresse der Verleger auf einen neuen Krieg gebürstet werden — es ist vor allem dieses eine, tendenziell dezentrale und schwierig kontrollierbare Medium Internet, das vielen Menschen klarmacht, dass sie in ihrem Wahrnehmen, Denken und Urteilen nicht allein dastehen, obwohl es in der Journaille niemals aufscheint und in Umfragen mit suggestiven Fragestellungen zur Minderheitenmeinung gestempelt wird. Die Propaganda von vorgeblich um Objektivität bemühten Journalisten, die unter den Bedingungen des Internetzeitalters so leicht als bewusst gestarteter Versuch einer Massenmanipulation erkannt werden kann und deren konzertierte Aufführung in diversen, zum Schein voneinander unabhängig auftretenden Verlegerprodukten auch noch den Nüchternsten zum Verschwörungstheoretiker machen kann, ist eine Vorgehensweise, die sicher zum Erfolg führte… wären die Wahrnehmungen der Einzelnen weiterhin atomisiert und journalistisch in die von Herrschenden und Besitzenden gewünschten Ausschnitte wie in den Vor-Internet-Zeiten ausrichtbar. Die Propagandabemühungen zum Vorbereiten eines Krieges spiegeln den Papierkrieg der Massenstanze des Journalismus gegen das Denken selbst wider, machen dem Denkenden klar, dass der Journalist sein Feind ist und lassen ihn ahnen, dass sich in der gleichfalls konzertierten Vorgehensweise von Presseverlegern gegen das Internet noch ganz andere, tiefere Motive verbergen, als jene wirtschaftlichen, die in der Agitation offen eingestanden werden.

In dieser Ahnung keimt eine wichtige Einsicht: Der unterm Presseausweis versteckte Dolch ist sichtbar geworden, der Journalist ist ein mordbegrüßender Feind der Mehrheit der Menschen. Es ist an der Zeit, dem Journalisten in seiner Niedertracht zu genau demjenigen Ansehen zu verhelfen, das ihm zusteht — und ihm, wenn er mit pathosgesalbtem Munde von der Kreativität und Wichtigkeit seines von Herrschenden und Besitzenden bezahlten Stanzschreibens für die Gesellschaft faselt, mit einer einfachen, klaren Wahrheit zu demaskieren: Wer schreiben will, der nennt sich Autor und schreibt; wer sich aber dürftig für seine Mitwirkung daran bezahlen lassen will, dass sich am herrschenden Unrecht niemals etwas ändert, der nimmt das Judasgeld der Lügner, Großräuber und Großmörder entgegen und nennt sich Journalist. Und. Ist den weniger verkommenen Menschen ein Feind und Widerling.

Demonstration der Dummheit

Wer auf die Straßen geht, “für den Frieden” demonstriert und dabei zum Zeichen seiner ganz besonderen Friedensliebe ausgerechnet die Flagge eines Staates oder einer Organisation in die fahle Brise hält, der oder die mit aller barbarischer Mordgewalt den Krieg führt, ist ein dummer Lügner, der demonstriert, dass er Staaten und Organisationen für wichtiger als jene Menschen nimmt, die zum Vorwand seines Demonstrierens herhalten müssen und so durch den Demonstranten noch einmal zum Opfer gemacht werden. Er sollte unbedingt bei ein paar Monaten ohne Propaganda in aller Ruhe über seine Manipulierbarkeit reflektieren.

Die “Staatskrise”

Eine Journaille, die erst dann bemerkt, was für ein Staat die USA sind, wenn die Geheimdienste der USA zur Abwechslung auch einmal das tun, was alle Geheimdienste dieser Welt tun: An möglicherweise interessanten Stellen Informationen beschaffen. Eine Journaille, die nicht bemerkt, was für ein Staat die USA sind, wenn die Geheimdienste der USA das tun, was man sonst vor allem von den dienstbeflissenen Schergen mörderischer Regimes der jüngeren Vergangenheit kennt: Möglichst jeden Menschen anlasslos und permanent überwachen — und weils die USA sind, dieser staatgewordene Götze des Planeten, über dessen Haupt zum Hohn ein Banner der Freiheit in den kalten Lüften hängt, damit die zertrampelten Leichen unter den Füßen nicht mehr so leicht gesehen werden, dies eben auf der ganzen Welt. Und. Journalisten im Brote der Verlagsmilliardäre, die möglichst viele bedeutungsschwere Wörter zu erstaunlich dunklen Texten aufbauschen, in denen von schweren Staats- und Vertrauenskrisen die Rede ist, weil die Spione zur Abwechslung mal althergebracht spionieren, statt einfach nur jeden verdammten Menschen auf diesem Überwachungsplaneten durch möglichst lückenlose Überwachung jeder Kommunikation unter Kontrolle zu halten.

Tja, wer diese intelligenzverachtenden Pressemachwerke auch noch kauft und sich seine politische Deinung daran bildet, der hat wahrlich seine Freiheit nicht verdient: Zeitungsleser! Geh auf deinen Hundeplatz! Morgen schon kommen deine Borgimplantate…

Hundert Jahre später

Der Erste Weltkrieg wurde nicht durch Naturgewalten und auch nicht durch einen zum Vorwand genommenen Mord an zwei Produkten des jahrhunderlangen Inzests im so genannten “Adel” hervorgebracht, sondern durch die menschlichen Tätigkeiten der korrumpierbaren Politik einer gesellschaftlichen Minderheit, des alles korrumpierenden geldmächtigen Wirtschaftens und einer Armee von Schreibtischtätern, die als Journalisten das Unkraut der Propaganda in jeden keimfähigen Kopf einpflanzten — sowie durch hunderte Millionen von atomisierten Menschen, die sich jeder einzeln sagten: “Was kann denn ein Einzelner dagegen tun”. Nichts. Davon hat sich wirklich verändert. Und. Damit das auch niemals jemand bemerke, schreiben die heutigen Schreibtischtäter im Dienste der heutigen Geldherrschaft beim Absondern ihrer als Reklameköder und Hirnerweichungsmittel industriell erstellten Texte von einer “Urkatastrophe”…

Qualitätsverschwörungstheoretiker

Nachdem die Leitmedien der BRD — das sind sechs Konzerne und das quasi-staatliche Fernsehen — ihre vorübergehende Fassungslosigkeit darüber verloren haben, dass sich ihre Konsumenten nicht jede Meinungsmacherei flutscheleicht ins Bewusstsein machen lassen; nachdem sie ihre offenen Münder wieder geschlossen haben und festgestellt haben, dass die Kommentarlöschungen im “Diskussions”-Bereich nur dazu führen, dass sich gar nicht so wenige Menschen, die eine an Kriegspropaganda gemahnende Einseitigkeit in der Berichterstattung über die Ukraine wahrnehmen, andere Kanäle suchen (die teils sehr fragwürdig sind); besinnen sie sich jetzt darauf, einfach unbelegte Verschwörungstheorien zu verbreiten um mit dieser Ausbreitung von Furcht, Unsicherheit und Zweifel darauf zu setzen, dass möglichst viele ihrer Leser glauben, diese ganzen kriegsmüden, NATO- und EU-kritischen sowie einseitige Berichterstattung und offensichtliche Propaganda benennenden Äußerungen stammten aus einer Fabrikhalle irgendwo im weiten Russland, in der halbverhungerte Gestalten unter der Terrorherrschaft Wladimir Putins im Schutze der Anonymität des Internet die Propaganda in billige Tastaturen hineindreschen — und das soll einfach nur deshalb geglaubt werden, weil es die Süddeutsche Zeitung so herausgekriegt hat. Aus 138 Megabyte Daten, die ominöse Hacker beschafft haben. Und natürlich, weil sich bei Umfragen der Leitmedien — siehe oben — ein ganz anderes Bild als bei den Kommentaren ergibt, was wohl auch mit der Formulierung der gestellten Frage zusammenhängt. Nach dem Qualitätsjournalismus kommt jetzt die Qualitätsverschwörungstheorie, die sich vor allem noch dadurch von der geächteten und verspotteten Verschwörungstheorie unterscheidet, dass ihre Verbreiter einen Presseausweis besitzen und ihre Publikationen vom so genannten “Leistungsschutzrecht” geschützt sind, also kurz gesagt dadurch, dass sie ein Businessmodell ist.

Mit Gruß von Элиаз Швердтфегр, nach Meinung von Qualitätsjournalisten bezahlter Mitarbeiter in Wladimir Putins Internetpropagandaarmee an der Blog-, YouTube, Twitter und Pressefront¹. Gruß an meinen Propaganda-Kollegen Jens Berger, der sich ebenfalls einer kleinen Anmerkung nicht enthalten konnte. Die Links in der Anmerkung lohnen sich.

Nachtrag 13:20 Uhr: Premium Propaganda [sic!] eines bezahlten SZ-Trolls

¹Nur, um das für Menschen mit Satireerkennungsschwäche klarzustellen: Ich halte Wladimir Putin — anders als etwa der Hartz-IV-SPD-Ex-Bundeskanzler Gerhard “Putin ist ein lupenreiner Demokrat” Schröder — für ein autokratisch regierendes Arschloch. Im Gegensatz zur FIFA — deren Entscheider sich für die propagandistisch höchst wertvolle Fußball-Geldmeisterschaft 2018 in Russland sicherlich gut und teuer schmieren ließen — bekomme ich kein Geld von Wladimir Putin und würde es auch nicht annehmen. Und jetzt wieder viel Spaß beim Brüllball!

Ein Jahr danach

Die leicht zu machende Beobachtung, dass sich die Staaten der Welt nicht darum reißen, Edward Snowden aufzunehmen und anzuhören, sie ist der Blick auf das Spiegelbild der Mittäterschaft jeder classe politique dieser Welt. Der Überwachungsstaat. Hat sich längst in einen Überwachungsplaneten verwandelt, die Erde in eine Rechtsfreie Zone. Zum Frieden. Ist es zu spät.

Die Überwachungsbürger

Während früher die Geheimdienste das Problem hatten, ihre Wanzen über längere Zeiträume mit Strom zu versorgen, sind wir so hilfsbereit und laden unsere Smartphones regelmäßig auf

Markus Kompa

Die undemokratische Wahl

Wenn die Menschen ein Parlament wählen, das in der Praxis der Europäischen Union keine politische Gestaltungsmöglichkeit hat und wenn die Menschen mit dieser Wahl eine weitgehend undemokratische EU zu legitimieren helfen, dann ist diese Wahl wahrlich kein Hochfest der Demokratie.

Gesetzesrentner

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wird heute 65 Jahre alt. Und. Die gegenwärtige CDU-SPD-CSU-Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat es schon längst in die Rente geschickt — die feierlichen Reden der classe politique anlässlich des runden Geburtstages nehmen unterdessen die wenig tröstlichen Nachrufe am Grabe vorweg.

Meine Wahlempfehlung (für jede Wahl)

Anders, als Anhänger und Mitglieder einer Partei empfehle ich hier keine bestimmte Partei. Ich empfehle nicht einmal das Wählen, außer, jemand findet das gegenwärtige, in meinen Augen scheindemokratische und neufeudale System der Herrschaft über sein Leben so gut, dass er es explizit und aktiv legitimieren möchte. Wer dieses Herrschaftssystem nicht gut findet, sollte gar nicht erst wählen gehen.

Leider gibt es viele Menschen, die es gut finden, wenn sich eine classe politique bildet, die unkontrolliert ihrem Hang zur Selbstbezüglichkeit und Korruption folgen kann. An diese richte ich mich.

Nur diesen Menschen gilt meine hier gegebene Wahlempfehlung.

Jedem anderen empfehle ich die völlige Verweigerung der Wahl. Es gibt keinen Grund, freiwillig ein “Spiel” mitzuspielen, das man ablehnt und bei dem man denkt, nur verlieren zu können.

Und wie schon gesagt, ich — als jemand, der dieser Ochlokratie nichts mehr abgewinnen kann — empfehle nicht eine bestimmte Partei, sondern ich empfehle die Verwendung der Augen, der Ohren, des Mundes, des Tastsinnes, ja, zuweilen gar des Geruchssinnes und anschließend des Hirnes bei der Wahl. (Dabei stehe ich völlig offenbar auf einer anderen Seite als jene professionellen Lügner¹, die für die Durchführung der Wahlreklame der Parteien viel Geld erhalten haben.)

Wenn sie wirklich wählen wollen, schauen sie sich vor ihrer Stimmabgabe ihr Wahllokal bitte einmal ganz genau an! Nehmen sie sich dafür, wenn sie das können, ruhig eine halbe Stunde Zeit! Oder auch etwas mehr. Sie sind schließlich im Begriffe, eine Entscheidung zu treffen, die für Jahre halten muss. Und danach denken sie noch einmal über ihre Entscheidung nach, denn ihre früheren Entscheidungen sind zu dem Zustand geworden, den sie gesehen und teilweise gar gerochen haben.

Häufig werden staatliche Schulen als Wahllokale benutzt. Schauen sie sich die Schule an! Machen sie sich bei ihrem langsamen Rundgang völlig bewusst, dass hier der Ort ist, an dem die Kinder von heute auf die (zurzeit natürlich nur bruchstückweise bekannten) technischen, sozialen und intellektuellen Anforderungen der kommenden Zeit vorbereitet werden — und dass die hier vorbereiteten Kinder in einer absehbaren Zeit ihr Leben im Alter finanzieren müssen²! Schauen sie sich den Zustand des Gebäudes an! Sie werden in sehr vielen Fällen verschimmelte Wände, erbärmliche sanitäre Anlagen, jahrzehntealte und teilweise kaputte Schulmöbel vorfinden. Dieser Zustand kombiniert sich mit Lehrmaterialien, die wie ein Anachronismus ins Jetzt hineinragen und damit den Eindruck vom oft ruinenhaften Zustand des Gebäudes vervollständigen. Davon, dass die technische Ausstattung vor zehn Jahren schon altmodisch war, ganz zu schweigen.

Lassen sie das auf sich wirken! Und dann benutzen sie ihren von Wahlreklame und nichtssagenden Floskeln von Chancen, Arbeit und Sicherheit eingelullten Verstand und überlegen sie, ob es so weitergehen soll, wie es unter der Herrschaft der in der politischen Praxis so leicht verwechselbaren Parteien CDU, SPD, CSU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen gelaufen ist! Und dann wählen sie etwas anderes! (Aber vorher lesen sie bitte noch diesen Text zu Ende, denn er geht weiter.)

Was ebenfalls häufig als Wahllokal verwendet wird, sind staatliche oder (in der BRD: staatlich finanzierte) kirchliche Altersheime, die man hier, um das unangenehme Wort vom “Alter” mit all seinen scheußlichen Assoziationen von Hilflosigkeit, Kraftlosigkeit, Widerstandsunfähigkeit, Fremdbestimmtheit, Armut, körperlichem und intellektuellem Zerfall, voranschreitender Krankheit, Schmerzen und Tod nicht mehr nennen zu müssen, offiziell-euphemistisch als “Seniorenzentrum” bezeichnet. Widerstehen sie der Verdrängung, die ihnen durch Euphemismen abverlangt wird, und nehmen sie sich auch hier eine halbe Stunde, bevor sie eine Entscheidung treffen, die für Jahre gilt und Menschen in Amt und Herrschaft bringen, die ihnen jahrelang keine Rechenschaft mehr schuldig sind und die sie und ihre Intelligenz — wenn nicht gerade Wahlkampf ist — offen verachten! Schauen sie sich die Menschen an, die im Altersheim arbeiten, und versuchen sie, in Gespräche zu kommen, um zu erfragen, wie man als Mensch von dieser Arbeit leben kann und wie diese Arbeit bezahlt wird! Sprechen sie mit den Menschen, die in diesem Altersheim leben und fragen sie danach, wie ihr Alltag aussieht, was sie essen, wie man sich im Altersheim um ihre Schwäche kümmert und wie sie behandelt werden! Fragen sie auch mal nach einem Dekubitus, und auch danach, ob auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet wird, oder ob lieber Tabletten gegen die aufkommende Demenz gegeben werden.

Lassen sie das, was sie dort hören und erleben, auf sich wirken! Seien sie sich dabei völlig bewusst darüber, dass sie einen Blick in ihre eigene Zukunft getan haben! Und dann vergessen sie die feierlichen Sonntagsreden von Würde, Wohlstand, Sozialstaat, Gesundheit und Menschenrechten, benutzen sie ihren Verstand und überlegen sie sich, ob sie diese für sie vorgezeichnete Zukunft wirklich haben wollen! Denn in eine derartige Anstalt wird man sie unter der Herrschaft der in der politischen Praxis so leicht verwechselbaren Parteien CDU, SPD, CSU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen irgendwann abschieben, wenn sie nicht die Gnade eines frühen Todes erleben oder sich zum Freitod entschließen. Und dann wählen sie etwas anderes!

Und lassen sie sich niemals, niemals, niemals im Schatten sinnloser Prunkbauten zur Verherrlichung der classe politique und ihrer Herrschaftsausübung erzählen, für Bildung und die Würde des Menschen sei kein Geld da! Schauen sie sich stattdessen an, wofür das Geld da ist! Für Panzer immer, für Menschen nimmer…

Dann wird ihnen auch schnell klar, warum Parteien wie die CDU, SPD, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in den Städten einiges an Aufwand treiben, um alte Menschen mit Bussen zum Wahllokal zu fahren: Wer noch eine andere Zukunft als den Tod vor sich sieht, kann diese Parteien wegen genau dieser Zukunft nicht wählen.

Wenn sie nach dieser Betrachtung und einiger Überlegung zu der Auffassung gelangt sind, dass eine Partei wie die “Alternative für Deutschland”, die alle gescheiterten Konzepte der Parteien CDU, SPD, CSU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen noch einmal an einer ganzen Gesellschaft ausprobieren möchte, eine bessere Wahl als die “Originale” ist, dann werde ich sie nicht daran hindern, dieser Auffassung zu folgen³. Wenn sie meinen, dass die gescheiterten Rezepte von gestern die Antwort auf die Anforderungen von heute und morgen sind, dann wählen sie die AfD! Es ist ihr Recht, so sehr es mir und einigen von Verlagsmilliardären bezahlten Journalisten, die das Wort “Rechtspopulisten” bis zur Bedeutungslosigkeit dehnen, auch missfällt. Wenn sie weiterhin wollen, dass die Technik der Vergangenheit subventioniert wird und die Technik der Zukunft behindert wird; wenn es ihr Wunsch ist, dass die Erwachsenen von morgen an den Schulen von heute auf die Anforderungen von gestern vorbereitet werden; wenn ihnen eine Gesellschaft erstrebenswert erscheint, in der menschliches Leben vor allem unter den Aspekten von Wirtschaftskraft, Umsatz und Ausbeutbarkeit betrachtet wird; dann freilich, dann brauchen sie nicht die AfD zu wählen: Sie sind mit CDU, SPD, CSU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen bereits gut bedient.

Wenn sie aber mit ihrer Wahl eine andere Richtung der Gesellschaft bewirken wollen, dann wählen sie etwas anderes! Die AfD ist — anders als etwa richtige “Rechtsparteien” wie die NPD — zurzeit überflüssig wie ein Kropf, da sie für eine Fortsetzung dessen steht, was durch die Herrschaft der Apparate CDU, SPD, CSU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen gescheitert ist — und zwar unter beschleunigtem Abbau zivilisatorischer Errungenschaften.

Und nein, ich werde ihnen nicht sagen, was sie wählen sollen. Sie haben ein Internet, und sie haben ein Gehirn, und sie haben die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen, Wünsche und Gedanken zu verstehen, also nutzen sie, was ihnen zur Verfügung steht! Nur eines sage ich ihnen: Wählen sie etwas anderes als CDU, SPD, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, wenn ihnen ihr eigenes, einmaliges und schnell entschwindendes Leben etwas wert ist!

Fußnoten

¹Werbung ist professionelle — also zum Zweck des Gelderwerbs betriebene — Lüge, um Menschen damit unter Umgehung ihres Verstandes zu manipulieren. Ich finde diese “Profession” verachtenswert und halte sie für schädlich und gefährlich, und ich wünsche mir Zustände, in denen Prostituierte, Kleinkriminelle und Penner ein höheres Ansehen haben als Werber, das Geschmeiß, das von solcher verachtenswerter Tätigkeit lebt.

²Angesichts der Bevölkerungsentwicklung müssen diese Kinder als Erwachsene sogar wesentlich produktiver sein, als sie selbst es in ihrem Leben jemals waren. Dies setzt Fähigkeiten und Fertigkeiten voraus, deren Grundlagen in der Schule gelegt werden müssen.

³Ich erwarte tatsächlich bei der Europawahl einen überwältigenden Erfolg für die AfD, selbst 15 Prozent scheinen mir möglich zu sein.

Der Satan des Internet

“Achte nur mal darauf”, sagte der Vorübergehende zu seinem Gefährten, “wie viel im Moment über Google berichtet wird, und zwar in einem Tone, als sei Google ein Satan des Internet¹ geworden, der alles kaputt macht und jedes Geschäft und jedes Menschen Privatsphäre bedroht. Und. Achte darauf, wie wenig im Moment über die Folgen der Weltüberwachung durch monströse staatliche Geheimdienste im Rechtsfreien Raum gesagt wird. Nichts ist für die Bosheit so nützlich, wie ein wohlgestaltetes und mit deutlichen Farben ausgemaltes Bild des Teufels zu haben, auf dass sie mit dem Finger zeigen kann”.

¹Google ist ziemlich böse. Aber der wahre Feind des Internet und aller seiner Nutzer — und das Wort “Satan” heißt zu deutsch einfach nur “Feind” — sitzt in den Geheimpolizeien und staatlichen Lausch-, Späh und Morddiensten, die jeden Menschen als einen potenziellen Verbrecher betrachten und überwachen.

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