
Scheinbar vergessen, gern übersehen und offensichtlich verblichen steht als Zeuge der frühen Siebziger Jahre das Verkehrsschild vor der Treppe; mit verrottendem Bunt überklebt ist die Erinnerung daran, dass das Fremdwort für “Stadtmitte” nicht immer mit “C” geschrieben wurde. Und. Dass es auch einmal huttragende Männer mit gewöhnlichen Merkmalen des Menschseins waren, den angezeigten Weg in die Innenstadt antraten, ohne den Verkehr damit zu stören, und nicht nur diese jetzt allüberall als Piktogramm vorweggenommenen einzig erwünschten Strichmännchen ohne Individualität, die sich in ihrer gähnenden Leere durch Konsum erst noch schaffen müssen. Ein Tunnel, dessen Urinduft von keinem frischen Wind vertrieben wird, führt in die Stadt, die damals noch in “progressiver” SPD-Politik zu einer modernen gemacht werden sollte, und das hieß eben vor allem: Zu einer autofreundlichen Stadt. Geblieben ist in allem Fluss und allen Jahren Hannover. Die Stadt, in der es zum Zentrum abwärts geht.
Wie unschwer an den Kastanien im Hintergrund zu erkennen ist, habe ich das Bild schon vor einem Monat aufgenommen…




“Haben Sie manchmal déjà vues?”
“Ich glaube nicht, aber ich kann mal in der Küche nachfragen”
> http://schwerdtfegr.wordpress.com/2012/05/15/alter-mann-neue-blute/