
Ich bin ein Urheber. Und ihr seid Urheber. Aber. Ihr seid nicht die Urheber. Und ihr als kleine und finanziell recht gut gestellte Teilgruppe der Urheber sprecht mit keinem Recht dieser Welt für mich, wenn ihr mit diesem angemaßten Ausschließlichkeitsanspruch, “die Urheber” zu sein, öffentlich Zustände einfordert, die ich ablehne.
Das gilt auch für solche ganz besonders harten Rock’n'Roller wie sie, Herr Regener! Von mir bekommen sie nicht einmal den Natursekt.




Und ich dachte immer die Idee am Rock’n'Roll ist ne andere. Zumindest nach meinem Weltbild. Ich zähle mich zu der Zielgruppe die Herr Regener da anspricht. Und ich bin der Meinung schon eine Musik zu haben. Und die schafft es nicht in die Charts. Zum Glück! Und es ist Rock kein Schlager. Und die Bands zu deren Konzerten ich gehe machen das nicht für Geld. Die fahren von der einen Pobacke Europas zur anderen und verdienen kaum die Unterkunft und die Verpflegegung. Aber diese Bands haben Spaß dabei. Und das ist es was den Rock’n'Roll ausmacht Herr Regener! Und nicht die 5 Mark die bei itunes abfallen!
Tja, er meinte eigentlich auch die Leute, die dann bereit sind, zu diesen Konzerten zu gehen und den Eintritt zu bezahlen, sprich einen kleinen Obolus zu leisten (sei es auch der Kauf der Musik) … damit der Künstler überhaupt auf die Idee kommt seinen “Rock’n'Roll” weiterzumachen. Selbst die kleinste Tour durch die kleinsten Clubs muß finanziert werden … und wenn niemand mehr dafür oder für die Musik seinen Beitrag leisten will … dann vergeht einen irgendwann auch der größte Spaß. Ich denke er weiß noch sehr gut was EoC “groß” gemacht hat.
Ich habe meinem Sohn verboten jemals für Musik Geld zu bezahlen die über die Verwertermafia vertrieben wird. Ich habe Ihm soundcloud.com empfohlen da gibts es von allen Musikrichtungen kostenloses Material. Bei der kostenpflichtigen Musik in diesem Portal wird der Künstler direkt bezahlt und kein Verwerter kann dabei eine Lobby aufbauen oder unrechtmässig viel Geld anhäufen. Und dieses System führt auch dazu das nur Künstler Geld verdienen können die auch wirklich Kunst erschaffen. Gecastete Kids die nichts können haben in solchen Portalen keine mediale Lobby und dort kann niemand gehirngewaschene CastingShow-Kinderkonsumenten zu sinnlosen Ausgaben verführen.
Das die Verwertermafia nun die nackte Panik im Gesicht stehen hat ist klar, aber die Zeiten ändern sich und profitgierige Verwerter braucht heut kein Mensch mehr.
*rofl*
du bist ja anscheinend ein ganz toller hecht! nein, ich gehe jetzt gar nicht drauf ein was du von der so genannten content-industrie hältst oder nicht.
nur. dem sohn per verbot vorzuschreiben, was er jemals^^ mit seinem geld kauft (was im gesetzlichen rahmen erlaubt ist – siehe u.a. taschengeld bei kindern) anstatt ihm mit vernunft zu überzeugen und zu erklären warum du das nicht gut findest, damit er evtl. aus freihen stücken dir nacheifert, das ist schon eine glanzleistung! mit verboten ist die erziehung ja sooooo einfach und man kann sich den jüngling recht einfach so ziehen wie man will – weitgehend ohne die gefahr dass er deine argumente gar nicht als seine anerkennt.
gut gemacht – hut ab! du hast es ihnen alle gezeigt!
[...] Ich kann die Polemik nicht unterschreiben, weil mir das Urheberrecht leider nicht ermöglicht, von meiner Arbeit als Buchautorin leben zu können – im Gegensatz zu den Berühmtheiten unter den UnterzeichnerInnen. Ich kann sie aber auch deshalb nicht unterschreiben, weil diese bösen “globalen Internetkonzerne” mich nicht entrechten, sondern mir überhaupt erst ermöglichen, endlich anständig für meine künstlerischen Projekte entlohnt zu werden – und das weltweit. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Buchhändler irgendwelchen Büchern verweigern und Verlage Regalplätze bezahlen – wir haben die größte demokratische Verkaufsmaschinerie im Internet. [...]
Lesenswerter Widerspruch: http://carta.info/43660/wir-sind-die-urheber-ohne-mich/