Sie: Du bist doch ein Arschloch! Was soll das?! Gedächtnisprotokolle unserer ganzen Treffen und Gespräche im Internet?! Offen für jeden?! Mit Datum, Uhrzeit und Koordinaten?! Was kommt als nächstes, du Schwein? Die Nacktfotos? Du bist einfach nur widerlich!
Er: Wieso? Ich habe doch nur genau das gleiche gemacht, was du auch jeden Tag tust. Du hast dein smart phone mit den ganzen apps von “Facebook”, “Foursquare”, “Twitter”, “Instagramm” und wie sie alle heißen. Du twitterst, wenn du auf dem Weg zu mir bist und wenn du bei mir bist, natürlich mit Geotag; du überträgst die Bilder, meine persönlich genutzte Mailadresse und vielleicht sogar den Mailverkehr zu Unternehmungen mit unseriösem Geschäftsmodell; du stellst mit diesen Trojanern der Web-Zwo-Nulldienste das Wissen über dein gesamte menschliche Miteinander irgendwelchen anonym bleibenden Dritten zur Verfügung. Ohne jemanden zu fragen. Und dann nennst du mich Arschloch, nur weil ich genau das bewusst und offen betreibe, was du in jeder Sekunde deines Daseins unbewusst und verdeckt machst?




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[...] völlig anders ist, als George Orwell im Jahre 36 vor Orwell befürchtete, herrscht eine große Freiwilligkeit, Orwellness sozusagen. Nach der Wahl wechseln die Schweine manchmal, während der Trog derselbe [...]
[...] Und zwar. Nicht einmal in Bezug auf das Internet. Dass das Internet in der heutigen Form in ein Kommerznetz mit deutlich gesenkter und gelenkter “Partizipation” umgewandelt wird, gehört zu den Fakten meines Daseins, mit denen ich mich widerwillig abfinde. Ich [...]