Es ist doch seltsam, dass die gleichen Vertreter der classe politique der BRD, die so gern allerlei Forderungen nach gesellschaftlicher Gerechtigkeit mit dem faulen Zauberspruch, dass es ja bloß keine “nationalen Alleingänge” geben dürfe abwehren, ausgerechnet beim von seiner Natur her über Staatengrenzen hinweggreifenden Internet keinerlei Probleme zu sehen scheinen, derartige Alleingänge zu machen. Vermutlich werden sie erst, wenn das letzte Internet-Unternehmen keinen Sitz mehr in der BRD hat, wenn immer absurdere Filterungen vonnöten (und nach und nach eingefordert) werden, um diese von Lobbyisten vorangetriebene politische Dummheit aufrecht zu erhalten und trotz alledem kaum noch ein Mensch Geld für die im Einwegprodukt Zeitung zusammengefassten Meldungen von gestern bezahlen will; vermutlich werden sie erst dann bemerken, dass — während sie mit ihrer ständigen nationalen Alleingängelung der Menschen in Deutschland beschäftigt waren — der Zug längst abgefahren ist. Ohne sie, und ohne ihre beflissenen und spendierfreudigen Freunde aus der Lobby des Reichstages.

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