Als der Nachtwächter mithören musste, wie die so genannten Olympischen Winterspiele im Fernsehen präsentiert werden — man kann zwar mit Leichtigkeit wegschauen, aber doch niemals weghören — fragte er nur: Wer ist dieser Sportler namens ‘Deutschland’, von dem die da ständig sprechen? Ist das nicht ein seltsamer Name für einen Menschen?
-
Vielgelesenes
-
Aktuelle Artikel
-
Kommentiertes
- cassiel bei Demoskopie
- Raze bei Papier- und Contentjubel
- cassiel bei Eis und Idyll
- cassiel bei Einstellung der Fernsehserie
- fritz the cat bei Reklameopfer
- fritz the cat bei Reklameopfer
- cassiel bei Diese Balkone
- cassiel bei Abtreiber
Kategorisiertes
Technisches




Hmm, ich wurde im Schüleraustausch in Spanien von einigen spanischen Schülern mit “Deutschland” angesprochen, bin aber weder Sportler noch zur Zeit in Kanada…
Ebenso merkwürdig wie der allerorten anzutreffende Ausspruch “wir haben wieder eine Medaille gewonnen.” Ich befinde mich meines Wissens nicht in Kanada, ich betreibe keinen Wintersport – und etwa achtzig Millionen andere Menschen ebenso.
Dämlicher Nationalismus. Das ganze “Hurra”-Drumherum macht alles noch sehr viel schwerer ertragbar für den fühlenden Menschen.
Bei Sloterdijk findet man folgenden Gedanken über den sogenannten “Sport”
1) Entspiritualisierung der Religion
und dann:
2) Instrumentalisierung des Spirituellen
für …
a) den weichgespülten Nationalismus
O-Ton: “unsere Sportlerinnen und Sportler” (LTI aus der DDR)
b) Freizeitindustrie
c) usw.
mit dem sport gibt man den menschen moderne stämme. ein zugehörigkeitsgefühl zu einer gruppe, die vor allem von wichtigerem ablenken soll.
bei olympia ist es halt der stamm deutschland. beim fußball oder anderen sportarten sind es die verschiedenen vereine bzw. die stämme der fans der vereine, die u.a. mit dem armseligen ersatz für selbstachtung, dem stolz, versch. dinge kompensieren.
es ist gewollt, dass sich die menschen um andere dinge kümmern als um das was sie wirklich betrifft.