Religiöse Menschen haben oft ein erhebliches Problem, eine Satire dann als solche zu erkennen, wann diese den heiter prokelnden Finger dorthin legt, wo es im Gefüge ihrer Religion gutverdrängt schmerzt. Es ist auch gar nicht so verwunderlich, dass das so ist: Die wesentlichen Stilmittel der Satire sind nun einmal die groteske Überzeichnung, die teuflische und zynische Verharmlosung des Unerträglichen, die gezielte Verwendung des offenkundig Absurden in einer scheinbaren Argumentation und die Verbindung von Themenkreisen, die keinerlei inneren Zusammenhang haben. Alle diese Stilmittel sind dem Menschen in der Haltung der Religiosität wohl vertraut und psychisch derart wirkmächtig, dass sie trotz ihres heiteren und offenen Spieles mit vorbewussten Mechanismen der Wahrnehmung den Stellenwert einer Wahrheit erlangen können und für eine solche gehalten werden — denn alle diese satirischen Stilmittel sind nur allzu gewöhnliche religiöse Muster in der religiösen „Argumentation“. Wer in seiner Religion glauben — also für wahr erachten — muss, dass eine trockene Oblate durch den Zauberspruch eines Priesters in der Konsekration zum leibhaftigen Gott wird, der hat sich ebenso jede Möglichkeit zum Verständnis und zum Genuss einer Satire verbaut wie jemand, der glaubt, dass ein bestimmtes Buch allein schon deshalb wahr und gottgegeben wäre, nur weil darin immer wieder geschrieben steht, dass es wahr und gottgegeben sei. In leider allzu vielen Fällen führt der tierhaft bitterernste Krampf, mit dem ein Mensch in der Haltung der Religion noch am Absurdesten und erkennbar Falschem festzuhalten trachtet zu einem Zynismus, der selbst von der derbsten Form der Satire nicht erreicht werden kann.
Herzlichen Glückwunsch, Herr Militärbischof, zu ihrer heute erworbenen Auszeichnung! Sie haben es sich wirklich verdient!



2 Kommentare
2. Mai 2009 um 20:42
der mixa spinnt, wie jeder andere religiöse spinner der an geister, gespenster, sprechende tiere, menschen mit flügel usw. glaubt.
wer dem mixa zustimmt, der hat genauso einen an der klatsche wie der. und. wer die religiösen wahnhaften ernst nimmt ist auch ned grad besser im oberstübchen bestückt.
traurig nur dass die immer noch soviel einfluss haben – is ja aber auch kein wunder, auf diesem planeten der wahnsinnigen!
18. September 2009 um 15:32
AAAAAAAAAAAHHHHH, DSCHIHAAAAAD!!! Ich habe soeben beschlossen zu konvertieren, und glaube ab sofort an das „Fliegende Spaghettimonster“ als Erschaffer allen Seins. Yeah! Dann hat sich das mit dem Dschihad sowieso erledigt.