Schon immer haben geschäftstüchtige Menschen in dieser hannöverschen Betonburg namens Ihme-Zentrum eine Zukunft gesehen…

…doch da war nichts weiter als die Reflexionen einer kalten und unmenschlichen Architektur an einer glatten Oberfläche. Und hinter dieser Reflexion unter dem großen Worte “Zukunft” liegt nur ein leerer Raum; ein entkernter Geschäftsraum, in dem kein Geschäft mehr stattfindet.
Das Foto machte ich vor dem laufenden und jetzt wegen akuter Säckelkrankheit stagnierenden Umbau, um den “Auslieferungszustand” dieses Mahnmales zu dokumentieren.




Kleine Welt, eins der letzten Geschäfte im Ihme Zentrum, habe ich entkernt.
Der Schriftzug “Zukunft” darüber sieht aber auch zu “großartig” aus. Ganz große Kunst.
Zu Menachem (1): ……Ganz schlimm und ich mach mir als Bewohner…. große Sorgen um genau diese °Zukunft° weil es nix neues gibt ausser Baustopp man muß als Einwohner und Besucher Umwege machen die vor dem Umbau nicht nötig waren überall läuft das Wasser in die Passage alles was bislang gemacht wurde, sieht schlimmer aus wie vorher Das Billig Baumarkt Dach in der 1sten Etage ist noch nicht einmal fertig gestellt alle Zugänge von Bauzäunen abgesperrt Treppenhäuser entfernt Küchengartenbrücke weg
Die neuen Fahrstühle meistens Ausser Betrieb HILFE oder Auskünfte durch die Stadt Hannover Fehlanzeige
Weil…… ? was weiss denn ich.
Zu franky (3): Wenn ich so etwas lese, vergeht mir alles und ich kriege nur noch die Wut.
Immer, wenn es sich auf meinem Weg nach Hannover einrichten lässt (ich bin in der Regel mit dem Fahrrad unterwegs), schaue ich bei der bestehenden Ruine des Ihmezentrums vorbei und stelle fest, dass dort gar nichts mehr geschieht — es scheint jedem Beiteiligten nach dem Platzen der großen Geschäftsträume einfach nur noch egal zu sein, dass darin auch Menschen leben. In meinen Augen wurde eine hässliche Betonburg in einen unbewohnbaren und gefährlichen Trümmerhaufen verwandelt. Wenn ich darin “wohnen” müsste (dieses Wort ist ein Hohn für ein improvisiertes Leben auf einer Großbaustelle!), dann bekäme ich langsam Lust auf eine Gewalt, die ich sonst eher ablehne.