Die Menschen bevorzugen Markenprodukte. Nur. Wegen der Werbung für die entsprechende Marke. Die Marke an sich. Ist ein ebenso leeres Stück Sprache wie das Kunstwort „Gnirrtsch“; ein vorsätzlich erstelltes Sprachbild, das nur über das manipulative Mittel der massenhaften Reklame mit einem beliebigen Inhalt gefüllt werden kann.
Es gibt. Keine andere Eigenschaft der Marke an sich. Jede [...]
Beiträge vom Juli 2008
31. Juli 2008
Der Fetisch der Marke
31. Juli 2008
Die Harmlosigkeit
Zeitgenossin: „Du schreibst in deinem Blog manchmal, dass es ‘eine größtenteils harmlose Website’ sei. Was meinst du mit diesem understatement?“
Nachtwächter: „Ich meine damit, dass ich mich nicht um das Theater des ‘politischen’ Tagesgeschehens kümmere, dass ich in der Regel keine Texte aus Zeitungen abschreibe oder politische Stellung beziehe. Dass. Ich sogar jedes Thema meide, an [...]
30. Juli 2008
Nacht Lid
Mond Krähe
Mond Taube
Mond Pinguin
Nordpol Loch.
Schwarze Grab Brötchen
…eine Speise für die Toten.
Grüne Grab Brötchen
…eine Speise für den Schimmel.
Mond Schwalbe
Mond Amsel
Mond Nachtigall
Südpol kalt.
30. Juli 2008
Der Preis ist heiß
Zu viele Menschen wissen heute von fast jedem Ding zu sagen, was es wohl kostet. Und. Wissen dennoch nicht mehr, was die Dinge wert sind.
27. Juli 2008
Die gescheiterte Flucht
In ihrem haltlosen Bedürfnis, unter den Bedingungen eines unmenschlichen und abstrakten Prozesses. Noch ein wenig würdevolles und menschliches Sein und Fühlen zu ergattern. Fliehen. Recht viele Menschen in die offene Irrationalität. Dies wiederum wird unter den Bedingungen des gleichen Prozesses ein ertragreiches Geschäft, ein recht exoterischer Markt mit seelischem fast-food unter dem Irre-führenden Oberbegriff der [...]
27. Juli 2008
Der Schritt Abstand
Um die kalte, jedes menschliche Leben erstickende Monströsität der städtischen Wohnhöllen richtig fühlen zu können, ist es hilfreich, einen Schritt abseits zu tun, heraus. Aus dem dröhnenden und stinkenden Moloch. Laatzen bei Hannover sieht aus einiger Entfernung, an einem schönen Abend vom Kronsberge aus betrachtet, so aus:
Übrigens „lebt“ mehr als die Hälfte der gesamten Menschheit [...]
26. Juli 2008
Der unbenutzte Taschenrechner
Sie ist über dreißig Jahre alt. In ihrer kleinen Wohnung wurden Jahre eines improvisierten und beschädigten Daseins fühlbar, wenn man nur hinschaute. Irgendwo hin. Auf ihrem etwas unordentlichen Arbeitsplatz lag neben vielen Stapeln Papier und kalten Briefen von Inkassoabzockern ein Taschenrechner. Es mag daran liegen, dass dieses Gerät in der öden Ansammlung der einzige Trost [...]
25. Juli 2008
Wir lieben Lebensmittel
Wenn eine Einkaufstüte aus Papier — selbstverständlich ist sie mit einer Werbung bedruckt, es darf ja im Auge des Werbers keine leere Fläche geben — dazu dient, über die Woche hinweg das ganze Altpapier und den leidigen Reklameüberquell aus dem Briefkasten aufzunehmen und schließlich zum Abholtermin zusammen mit dem ganzen anderen Müll an [...]
25. Juli 2008
Richtung und Garheit (13)
Es macht dich nicht schon frei
Wenn du der Ketten spottest –
Dein Spaß geht schnell vorbei
Wenn lebend du verrottest.
Stabilisierende Lachlust — Der Witz ist eine lustvolle soziale Tätigkeit, er wird von einem Menschen erzählt, um einen anderen Menschen damit zum Lachen zu reizen, damit dieses Lachen auf den Erzähler rückwirkt, ihn ansteckt, ihm die Lust am [...]
23. Juli 2008
Der Griff nach den Begriffen
Eine besseres und deutlicheres deutsches Nomen für „Wort“ ist die mittlerweile recht unmoderne Bezeichnung „Begriff“. Alle darin fühlbar mitschwingenden Konnotationen zeigen die Nähe jedes Begriffes zum intellektuellen Verstehen des darin Bezeichneten auf. Der Be-Griff ist ein Griff, der begreifen lässt; er macht die Erscheinungen in der Umwelt in einer mentalen Abbildung greifbar. Wenn es für [...]
22. Juli 2008
Wartezimmer
Wenn mann zusehen muss, wie sich Frauen mit einer unverhohlenen Freude an der Gewalt in eine typische so genannte „Frauenzeitschrift“ voller bunter Bilder mit erlogenen Geschichten über irgendwelche menschlichen Produkte des Medienbetriebes und über die heute geadelten Nachkommen der in der Vergangenheit erfolgreichen Großräuber festlesen können, denn wünscht mann sich angesichts solcher Kälte schon so [...]
21. Juli 2008
Feigheit
Feigheit (die) — Ein angstvoller psychischer Zustand, der die Menschen davon abhält, jene Taten zu begehen, über deren Ergebnis sie sich freuen würden, wenn der Moment des Tuns doch erst vorüber wäre.


