Die Sprache formt das Denken, und zuweilen formt sie es falsch. Sprecher des Deutschen sagen “Ich habe Hunger”, “Ich habe Durst” oder “Ich habe Angst”, als ob es sich hier um einen Besitz handele, der einfach abgegeben werden könne und nicht um eine Bedingung des Seins, die allen Aspekten des davon angenagten Lebens ihren Stempel aufdrückt. Die Wirklichkeit wäre besser ausgedrückt, sagten die Sprecher des Deutschen “Ich bin Hunger”, “Ich bin Durst” und “Ich bin Angst”.
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Dafuer gibt es die Worte hungrig, durstig und veraengstigt, die eher eine Eigenschaft als einen Besitzstand beschreiben. Bei ‘Ich bin Hunger’ muss ich eher an einen der Reiter der Apokalypse denken.
Über was man garnicht mehr stolpert! Seltsam. Verselbständigt. “Ich habe Angst”, dass finde ich unter dem von dir beschriebenen Aspekt interessant verwunderlich. Da habe ich mal vorerst richtig dran zu knabbern. Danke.
Du bist Licht
Du bist Deutschland!
Gruß
Alex
Zu Perspektive2010 (4):
Zu foxbow (1): Natürlich ist dieses “haben” ein Hilfsverb, dessen Bedeutung als Anzeige des Besitzes etwas farblos geworden ist, und natürlich könnten wir in völlig korrektem Deutsch ein “Ich bin ängstlich” oder wegen der darin mitschwingenden Passivität noch deutlicher ein “Ich bin verängstigt” ausdrücken. (Kaum etwas macht Menschen so passiv wie die Angst.) Vielleicht ist es auch nur dem hannöverschen Sprachraum eigen, hier die kurze Formulierung “Ich habe Angst” zu bevorzugen, aber es ist wenigstens hier die einzige Formulierung, die mir immer wieder in die Ohren dringt. Für Durst und Hunger gilt das gleiche, die kurze und den Zustand zum Besitz verklärende Formulierung über das Hilfsverb “haben” wird hier ausschließlich verwendet. Da ich davon ausgehe, dass Sprache das Denken der Menschen formt und das Sein der Menschen “programmiert”, bin ich nach einigen Gesprächen der letzten Tage immer wieder darüber gestolpert.
Aber so mancher, der in seiner Angst durchdreht, kann ein bisschen wie ein apokalyptischer Reiter anmuten. Ich denke da zum Beispiel an einen gewissen Innenminister.
es geht ja auch ned darum das ganze wie newzon in eingefahrenen bahnen zu sehen!
oftmals nur ein gefühl, man merkt dass da was drann ist.
gefühle sind wissen und auch wenn ich jetzt dvon ausgehe dass ich weiss was ich schreibe, ist es für “dich” nur hörensagen.
dein gefühl, was dir etwas sagt basiert auf gespeichertem wissen – das unterbewusstsein……
egal wie auch immer die neue orthographie prädigt lautet…. ich fühle dass da was dran ist und “Du bist licht!” basst sowohl auf die fiktive “roll” nachtwächter, als auch auf seine auffassungsgabe.
zum einen braucht der nachtwächter auch licht um gefahren erkennen zu können um sie kund zu tun und zum anderen, ist es kein schwindel, wenn er oft vom fühlenden mensch spricht und er für mich auch eine lichtgestallt ist.
lichtgestallten sind wir alle, mal mehr mal weniger. aber das würde jetzt zu weit führen und hierfür wäre lektüre von harald lech auch ne gute “erinnerung”, aber auch dies kommt dem “Du bist Licht!” zu gute……
manche nennen es auch bauchgefühl und andere wieder dass der bauch nen eigenes gedächtnis hat, nur ist es immer das hirn dass alles andere steuert – mandelkern stereotyp…..
axo noch am rande…
bei uns heisst es umgangssprachlich auch “ich habe angst!”, aber ich denke das ist auch eine art der unterwürfigkeit zu höheren wesen oder menschen.
ich bin verängstigt ist in meine augen eine verniedlichung die man irgendwann einmal gelernt hat, und ein verhaltensmuster was von autoritätspersonen kommt. vater, mutter zb.
naja…. wieder ein thema mehr hin oder her.
für mich bleibt der artikel gut
ich bin körperlich erschöpft und kurz vor einem kollaps.
wobei mich nicht das anfasesen zu grunde richtet.
vielmehr die erkenntniss dadrüber das die leute, die einen versprochen haben zu helfen und wenn not am man is und dann natürlicherweiße nicht da sind. Aber wenn ich es mit den leuten geschafft habe, von denen man es am wenigsten erwartet hat zeigt sich doch wer ein freund is wenn es einen wirklich schlecht geht, und wer nur verspricht aber nicht hält! warum denke ich eigendlich immer bei versprechen an das wort VERSPRECHER ??? Naja was solls, so sind wohl viele Menschen Konditioniert viel reden und wenig tun, man muß wohl wohl kein politiker sein um viel zu versprechen und wenig halten