Beiträge vom Mai 2008

31. Mai 2008

Weltschaben

Der Quantenmechanik hat die Menschheit die noch recht neue Einsicht zu verdanken, dass alle Erscheinungen im Kosmos wellenförmig sind, dass sie in ihrem Wesen einfach nur sich überlagernde Schwingungen sind. Die Erkenntnis, die noch fehlt, besteht darin, dass der Eindruck von Materie überall dort entsteht, wo diese Schwingungen nicht harmonieren. Sondern. Ein stummes und für [...]

30. Mai 2008

Zur Wahrnehmung von Grenzen

Die Tatsache, dass das menschliche Bewusstsein nicht die Realität ist, sondern dass die vom Bewusstsein erzeugten wirksamen und damit wirklichen Erfahrungen und Wahr-Nehmungen lediglich ein vom Gehirne erzeugter Spiegel der Realität sind, lässt sich mit erstaunlich einfachen Experimenten belegen. Einige dieser Experimente sind so leicht durchführbar, dass sie von jedem Menschen mit geringem Aufwand reproduziert [...]

29. Mai 2008

ARD-Videotext archivieren

Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht. Als Nichtanwender des immer obsoleter werdenden Mediums Fernsehen empfinde die Aufbereitung des ARD-Videotextes für das Internet als praktisch unbrauchbar. Sie macht den Eindruck, als gäbe es sie nur, um ein bisschen mehr die Rundfunkgebühr für Computerbesitzer zu rechtfertigen. Und deshalb werden auch nicht die technischen Möglichkeiten [...]

28. Mai 2008

Geldball

Es ist doch immer wieder von leuchtender Klarheit, wie sich in der Kunstsprache der allgemeinen und totalen Vermarktung jedes menschlichen Tuns jene Wahrheit widerspiegelt, die eben hinter dieser Künstlichkeit verborgen werden soll. Jene groß angelegte kommerzielle Veranstaltung, die früher unter dem Begriff einer „Fußball-Europameisterschaft“ völlig klar machte, dass dort nach Bällen getreten wurde, braucht nun [...]

27. Mai 2008

Über das Leben

Das bisschen Lust ist den ganzen Schmerz nicht wert.

26. Mai 2008

Mein Testament

Spart euch das blende Gefasel vom „Leben“, wenn ihr nur noch einen Madensack vor euch seht! Es kommt Jahrtausende zu spät. Wenn dem Menschen schon das Leben nicht mehr gelassen wird, denn lasst ihm wenigstens seinen Tod.
Spart euch die träntriefe Heuchelei eurer Trauer! Sie hilft keinem Toten. Und. Noch weniger den Lebenden. Formt Wut [...]

25. Mai 2008

Dankbarkeit

Zeitgenosse: „Wenn du wirklich nicht an einen Gott glaubst, wie du es immer sagst, wie kannst du denn dankbar sein? Und wem?“
Nachtwächter: „Über Gott habe ich doch gar nicht gesprochen, nur über Religion. Woher weißst du also, was ich glaube, Bruder? Und die Frage lautet auch gar nicht, wie oder wem ich dankbar sein kann. [...]

24. Mai 2008

Schaut mal zum Jupiter!

So lange irdische Astronomen den Himmel mit Fernrohren beobachten, so lange richten sie die Fernrohre auch schon auf die Planeten unseres Sonnensystemes. Was mit bloßem Auge immer nur wie ein „wandelnder Stern“ aussah, entpuppte sich bei der Betrachtung mit einem Fernrohr als Objekt mit einer deutlich wahrnehmbaren Ausdehnung, als eine Scheibe, auf der sogar Details [...]

24. Mai 2008

Richtung und Garheit (11)

Der tierhafte Ernst und das tierhafte Unverständnis — Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Mensch und Tier scheint darin zu bestehen, dass Menschen eine Einsicht in die zwangsläufige Tatsache ihres eigenen Todes erwerben können, ja, dies sogar müssen, wenn sie nicht vollends verblödet sind. Diese eine Einsicht. Verfügt durchaus über das Potenzial, ein Individuum wenigstens aus [...]

23. Mai 2008

Der Gott ohne Alternative

Es ist schon sehr auffällig, dass die grausamen, mörderischen und barbarischen Gewaltakte besonders gehäuft aus Gesellschaften hervorgehen, die von einer monotheistischen Religion geprägt sind. Und. Dass bis in die heutige Zeit hinein eine religiös verbrämte Rechtfertigung solcher Mordtaten möglich ist und auch praktiziert wird — die stark religiös eingefärbte Propaganda zur gegenwärtigen Militanz der Außenpolitik [...]

21. Mai 2008

Erwachen

Ich schlief und mir träumte, das Leben sei Freiheit und Lust. Doch als ich erwachte und das Bewusstsein wieder an seinem Stammplatz zurückkehrte, musste ich feststellen, dass das Leben nichts als Schmerz, Verzweiflung, Einsamkeit und Sterblichkeit ist. Als ich nach dieser Einsicht damit aufhörte, die Bedingtheit meines Lebens zu verdrängen, indem ich mich in meine [...]

20. Mai 2008

Der ewige September

Ewiger September — Es ist kein besonderer Jahrestag. Heute vor 2443 Tagen wurde der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York durchgeführt, der einen bis heute sehr medienwirksamen Meilenstein der modernen Barbarei darstellt. So sehr es mir immer widerstrebte, etwas dazu zu schreiben, um nicht selbst in den Zynismus der Contentindustrie abzugleiten, so [...]