Wenn in den Massenmedien das Wort von der “Globalisierung” verwendet wird, als sei diese nicht eigentlich eine mit Gewalt voran getriebene gesellschaftliche Entwicklung, sondern als sei sie ein Naturgesetz, denn wird dabei eine Frage niemals aufgeworfen. Nämlich. Die Frage. Was denn eigentlich global sei. Bei dieser so genannten “Globalisierung”.

Die Menschen sind es nicht. Diese haben den Mittelpunkt ihres Lebens an einem recht kleinen Ort, den sie in der Regel nicht leicht auswechseln können, da sie durch soziale Kontakte und ihre erlernte Kultur stark daran gebunden sind. Wer auch nur eine Fremdsprache erlernt hat, weiß, welcher Aufwand damit verbunden ist. Es gibt keinen “globalisierten Menschen”, so dass das Unmenschliche dessen, was unter dem Wort von der “Gloablisierung” zusammengefasst wird, nicht weiter überrascht.

Auch sind die Produktionsanlagen nicht global, jene Vorrichtungen, mit deren Hilfe die wirtschaftlichen Güter erstellt werden. So betrachtet, ist das Wort von der “Globalisierung” keine Beschreibung eines wirtschaftlichen Vorganges. Zumal. Auch viele Waren, so sehr sie auch durch die Welt transportiert werden, nicht “global” sind. Alles Faseln von den “Segnungen” dieser so genannten “Globalisierung” kann nicht dazu führen, dass ich mich in Zukunft aus japanischen Zeitungen informiere; schlicht, weil ich kein Japanisch kann.

Das einzige, was wirklich global ist, das ist das mit Leichtigkeit und Lichtgeschwindigkeit über die ganze Welt zu buchende Geld. Das. Einfach dorthin bewegt werden kann, wo es besseren Ertrag verspricht, wo sich die menschliche Schaffenskraft billiger zu Markte trägt. Globalisierung bedeutet, dass sich die menschlichen Gesellschaften des gesamten Planeten vollkommen und unhinterfragt an die Mechanismen leicht zu buchenden Geldes anpassen sollen. Denn der Maßstab dieses Geldes. Soll als einziger Maßstab für alles menschliche Schaffen genommen werden. Die “Globalisierung” ist nur eine Chiffre für das, was ich in einen treffenden Wortspiel zuweilen als die “Geldherrschaft” benenne, der Aufbau übernationaler Herrschaftsapparate durch die Macht eingesetzten akkumulierten Geldes. Mehr nicht.

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