Es ist schon seltsam. Einerseits verdoppelt sich das Wissen der Menschheit ungefähr alle zwei Jahre, aber auf der anderen Seite hält man es in der deutschen Kultuspolitik für angemessen, die Schul-, Studien- und Ausbildungszeiten immer weiter zu verkürzen, so dass die Menschen ein ständig wachsendes Wissen in immer weniger Zeit erlernen müssen. Ist es da ein Wunder, dass einem überall so viel Unwissen begegnet?
Das eine wird mehr, das andere weniger
19 Comments:
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[...] ich sehe schon, ich muss viel öfter einen kurzen, unausgereiften Text in mein Blog schreiben, das beflügelt das Kommentieren doch enorm… Ich muss wohl wieder [...]




Nein, ist es nicht.
Ich verfloge deine Artikel über “Schule” & die dazugehörigen Leiden schon eine ganze Weile: Recht haste!!!
Es geht schon los mit “8Uhr pünktlich”.
Ist es sinnvoll ein Kind mitten in der Nacht vor eine Authopritätsperson (?), einen Pädagogen zu setzte, welcher oft selber eine, von den Mühlen des Systems zermahlene, Weltanschauung mitbringt.
Ich denke Nein. Gegen 10h würde den Kinder vielleicht die Möglichkeit gegeben “besser zu erkennen”.
Was ja dann wieder nicht dem (Schul-!?)System zuträglich wäre…..
Da machts dann auch nix aus ob 1 Jahr mehr. Oder weniger.
Brainwasher-Welt.
hmm,.. du relativierst hier auf bundesebene, in den einzelnen bundesländer sieht es hier anders aus. in bayern zum beispiel kommen immer mehr ganztagsschulen (was hier allemal noch nicht gang und gebe wie in anderen bslndern ist) wobei wo anders schon wieder an eine komprimierung gedacht wird.
Kürzere Schulzeiten wären kein Problem, wenn die Schule sich mehr darauf konzentrieren würde, Schüler für Themen zu interessieren und ihnen beizubringen, wie sie sich das dazu nötige Wissen aneignen können. Als ich zur Schule ging (Uni das gleiche Spiel), wurde mir Wissen eingetrichtert, das sich gleich nach der Klassenarbeit wieder aus meinem Kopf entsorgte.
hmmmmm seit wann geht es bei der industriellen schulbildung um wissen ?
geht es nicht eher um funktion ?
Bingo, es geht um die rein wirtschaftliche Verwertbarkeit, nicht um Bildung auch als Form der Selbstbildung und Entfaltung im humanistischen Sinne.
Gruß
Alex
irgendwie verstehe ich diesen satz nicht wirklich.
dh. ich verstehe ihn schon, im allgemeinen sprachgebrauch, aber ich verstehe nicht warum du das so ausdrückst, zeitmangel? oder nur die unvollkommenheit, die jedem von uns menschlein anhaftet?
naja – richtigdichtung?
bedeutet “wunder” allgemein nicht etwas gutes?
würde ich von einem wunder sprechen wenn mir etwas mangelt? zb. mangel an wissen?
dies nur mal so als eingangsfrage.
ein anderer denkansatz.
ist un-wissen etwas schlechtes? vom wortsinn her schon, wegen dem “un”, drück für mich aber aus dass es keineswegs an wissen mangelt, das wissen aber ein unwissen, antiwissen darstellt – gut gegen böse, schwarz gegen weiss, oben gegen unten…..
ist ‘nicht’wissen denn nicht etwas ganz normales? und kann denn ein einzelnes humanoides wesen/gehirn überhaupt alles wissen der gesammten menschheit aufnehmen, in sich vereinen?
gäbe es denn überhaupt eine solch enorme menge an wissen, wenn sich die menschheit auf nur wenige gehirne (zb. 2 – adam und eva) beschränken müsste.
gäbe es denn überhaupt diese hirarchien von mächtign und untertanen, von professoren und schüler, von mistern und lehrlinge wenn ein einzelnes ghirn alles wissen des universums vereinen könnte?
aus meiner sicht ist es im grunde überhaupt nicht schlimm nicht zu wissen. wäre ein mensch wirklich frei und unabhängig von den fast unendlichen bedingungen in einer modernen gesellschaft und zwischen den menschen.
als “robinson cruso” auf einer einsamen insel reicht das wissen um die tägliche ernährung, wäre da nicht der drang nach mehr und die sehnsucht “nach hause” in das scheinbare gefüge der sozialen gesellschaft.
die funktion des “individuums”. sie wird wichtiger für das überleben der gesammtheit, für das überdauern der gesellschaft wichtiger für die mächtigen, für ihren machterhalt und für ihre ziele und wiederum wichtig für die funktion der machinen. ich denke, man sollte aufhören zu funktionieren in den bahnen die fremdbestimmt sind.
das human-borg-kollektiv ist nicht überlebensfähig wenn jeder einzelne seine interesen nicht an diesem und der “borgqueen” (die globalisierung) ausrichtet.
klingt egoistisch, nicht wahr? nunja…. z.t. is es das auch, denn im grunde ist “das leben” ja ein egoistischer akt. aber ich sagte auch nicht dass man die “nächstenliebe” vergessen sollte und nichts von einer “funktion” in einer (der zahlreichen) informellen gruppe(n). und es gibt ja auch noch die “gastfreundschaft” die dem austausch und dem miteinander zumeisst zuträglich ist und nichts davon dass wissen, das information ein gestiges eigentum ist, welches man vor “den anderen” schützen müsste.
ich denke es ist die art der sichtweise, was man unter miteinander versteht. heute sieht es für mich so aus, dass im kapitalismus das miteinander “jeder gegen jeden” bedeutet und alle machen, mehr oder weniger “begeistert”(welcher geist ist es denn der die menschen reitet) mit.
nicht das anhäufen des gesammten wissens in einem humanoiden brain ist wichtig. es kann nicht jeder das MCP, das master control programm sein und auch kein computer, kein MCP kann “funktionieren”, gäbe es nicht andere bauteile, andere programme, andere schnittstellen.
die zeit der grosskonzerne, der zentralisierung hat ausgediehnt. anhand der computer und der computernetzwerke, ja sogar anhand dem humanoiden organismus kann man erkennen dass dezentralisierung viel “erfolgreicher” viel überlebensfähiger ist. es gibt nicht nur das gehirn das über allem steht. denn ohne hände und beine, ohne augen und ohren wäre dies matschige ding aufgeschmissen. jede einzelne zelle wäre nichts ohne die dezentralisierte zusammenarbeit des gesammtorgnismus.
danke für die aufmerksamkeit!
das waren ein paar gedanken die man nicht unbedingt wissen “muss”, aber die vieleicht zum nach-denken anregen.
Zu Perspektive2010 (5):
volle zustimmung in sinne des istzustandes.
Zu Bio (4): Ich hatte vor dem Abschicken ein etwas deprimierendes (und viel zu langes) Gespräch mit einer Studentin einer Geisteswissenschaft, das hätte ich vielleicht etwas klarer machen sollen. Was ich dabei von den gegenwärtigen Zuständen an den Universitäten mitbekam, war noch schlimmer als alles, was ich bislang aus der Ferne zu sehen glaubte. Der Anspruch, Wissen, ja sogar Bildung zu vermitteln, ist nur noch ein Feigenblatt, wird aber immer wieder von der offiziellen Darstellung hochgehalten.
Zu Nachtwächter (8):
nur noch ein feigenblatt?
war es das nicht schon immer, seit der industriellen revolution?
nur merke das heute vermehrt auch selbst die pädagogen?
auch wenn es böse klingt. sie sind doch nur die erfüllungsgehilfen der bonzen. (was nicht bedeutet dass ich sie für unnötig halte, aber im system der industrie unterliegen sie eben auch diesem system und haben darin zu funktionieren.)
“Alvin Toffler – die Zukuftschance (the third wave)” : Kapitel 2 Seite 40. “Der inoffizielle Lehrplan”
wenn interesse besteht kann ich das auch einscannen und hier hin posten.
Zu Perspektive2010 (5):
Gene Roddenberry und sein StarTrek Universum.
LLAP =/\=
Zu Bio (9): Zumindest an den Universitäten war es eine Zeitlang mehr als nur ein Feigenblatt. Die Schulen hingegen dienten schon immer der Ertüchtigung zu einem Dasein als Batterie im betrieblichen Produktionsprozess. Inzwischen sind, so weit ich das gestern mitbekommen habe, auch die Hochschulen nur noch solche Ertüchtigungsanstalten. Am deprimierendsten ist dabei die Atmosphäre, die unter der Studentenschaft (zumindest hier in Hannover) auzubrechen scheint, die Hornhaut am Ellbogen bildet sich schon im ersten Semester.
Zu Nachtwächter (11):
welche zeit meinst du denn da?
gönnt man den hochschülern denn nicht diese “freiheit” weil man sie braucht um das system am laufen zu halten? irgendwer muss ja all das neue erfinden. und waren die hochschüler früher nicht überwiegend oder nur priviligerte bonzensprösslinge?
und noch weiter zurück… war da bildung nicht ausschliesslich eine sache der kirchen (pariser aufstand usw.) und somit doch eher vorrangig manipulation und gehirnwäsche?
ich meine jetzt nicht dass vieleicht früher einmal mehr proffs oder lehrer ein heres ziel und here ideale hatten. aber ich sagte ja schon “evtl. merken sie heute vermehrt was sie eigentlich sind”
mir geht es dabei nicht ums recht haben, ich weiss einfach gerade nicht von welchem “früher” du sprichst… würde es aber gerne wissen
Zu Bio (13): Mein “früher” meint die Zeit, in der ich noch “jung” war, also so vor ungefähr zwanzig Jahren. Dass ich die damals schon üblen Zustände rückblickend für besser halte, kann natürlich an einer gewissen Verblendung liegen, ich war damals auch unkritischer. Ich meine jedoch, dass sich diese Verblendung mit einer objektiven Verschlechterung der Bedingungen an deutschen Unis kombiniert, denn so eine Scheiße wie gestern habe ich damals nie zu Ohren gekriegt.
Wenn ich jetzt an der Uni wäre, dann wäre mein Studium binnen eines Monats beendet, weil ich meine Nervenkraft lieber für sinnvolle Dinge aufwände. Der einzelne Student “darf” sich in einer permanenten Situation des Wettbewerbes gegen seine Mitstudenten erproben, so dass jedes Miteinander von einer Kälte und Härte geprägt ist, die mir als qualitativ neu erscheint und die alles für alle erschwert. Dieser Zustand wird institutionell gefördert und verstärkt. Die jetzigen Unis (oder vielleicht auch nur die hannöversche) sind nur noch ein Sieb, das lediglich die stumpferen und gefühlloseren, kurz asozialeren Menschen zu den begehrten Scheinen durchlässt, die man hier für den Zugang zu nicht völlig stumpfsinnigen Berufen benötigt.
Dass vorwiegend die Bonzensprößlinge dort sitzen, galt allerdings schon damals. Wie generell in Deutschland der Zugang zu “höherer” Bildung schon immer sehr stark vom Einkommen der Eltern abhängig war.
Ganz früher gab es keine “Bildung”, diese Idee verknüpft sich mit der Aufklärung. Und sie geht heute genauso verloren wie die anderen hehren Ideale der Aufklärung, um einen neuen Aberglauben zu weichen, nur dass dieser eben nicht mehr exquisit religiös geprägt, sondern auch wirtschaftlicher Natur ist. (Ich habe wirklich Probleme, den Text des Wirtschaftsteiles einer durchschnittlichen deutschen Zeitung von den Texten im “Horoskop” zu unterscheiden, da hilft auch aller Zahlenzauber nichts. Immer reden die von Stimmungen und von Prozessen, die personalisiert benannt werden. Das klingt fast schon wie der Saturn, der mein Leben mit Schwermut und Nachdenklichkeit “bestrahlen” soll…)
Ach, ich sollte vielleicht mal wieder überlegen, bevor ich einen Blogbeitrag absetze…
Zu Nachtwächter (14):
das meine ich auch. aber es wird ja sogut wie in allen lebenslagen immer schlechter und es wird sicherlich noch schlimmer und schlimmer.
schon seit den 60ern rufen die politiker regelmässig nach reformen und noch nie hatte eine dieser reformen etwas nennenswertes zum guten verbessert (gibts ne gute doku darüber, weiss aber nicht mehr wie sie heisst). es gibt zwar immer mehr millionäre, aber dafür auch, auf der anderen seite der waage, immer mehr ärmere.
hab grad heute wieder von einem neue gesetzt gehört. ab 1.1.2009 kommt die so genannte “abgeltungssteuer”, bei der wieder nur die bonzen profitieren. muss noch nachschauen was das genau sein soll, aber so wie ich das im vorbeiflug vertanden hab gibts dann da auch 25% steuern auf rentenfonts etc.
“abgeltung”ssteuer das klingt in meinen ohren schon verbrecherisch. was ist denn eine abgeltung….
aber zurück zu den unis.
also in meiner welt wäre ich gerne an der uni…. ich würde gern mein lebenlang die schulbank drücken. aber nur ohne sach- und leistungszwänge – in meiner welt halt
aber du hast recht. wie ich oben schon einmal bemerkte sieht da miteinander doch eher nach “jeder gegen jeden” aus und die ellenbogengesellschaft wird immer schlimmer.
der sieb von dem du sprichst ist letztendlich auch eine folge der permanennten rationalisierung, die uns mit grossen versprechungen immer wieder, schon jahrzehnte lang das paradies auf erden verspricht. im grunde ja nichts schlechtes, wenn jeder von der rationalisierung profitieren würde. aber letztendlich steigern die bonzen ihre gewinne und immer mehr arbeiter werden einfach wegrationalisiert, einfach nicht mehr gebraucht.
die wenigen, die durch den sieb kommen, werden selbst zu sub- , eliten oder supereliten, oder machttechniker die das system im immer höheren masse benötigt.
bonzensprösslinge. wie war das noch, was steht da im grundgesetz? die bildungschancen sollen für alle gleich sein? für mich eine gute idee, aber doch nur scheinheiliges geschwätz….
wenn ich gläubiger der esoterik wäre, dann würde ich auch daran glauben dass mein leben saturnbestimmt sei und vieleicht wäre ich dann sogar in einer saturnloge nach Gregor A. Gregorius – aber ich glaube ja nicht an sowas
Abgeltung, die; -, -en Entschädigung, Begleichung
eine entschädigung an die bonzen dass man lebt?
eunfach mal scrooglen
verarsche von hinten bis vorne mal wieder. stichwort riesterrente usw.
Zu Bio (15):
Interessanterweise haben die Autoren des Grundgesetzes daran gedacht, kein “Recht auf Bildung” in die Grundrechte zu schreiben. Sonst könnte das ja noch jemand so einfordern, dass er damit durchkommt.
Zu Nachtwächter (17):
jo lol
wär ja auch ne frechheit solch ein recht auf bildung einzufordern
genauso wie es kein recht auf arbeit gibt, man aber zur sklaverei genötigt werden kann.
Das mit der Erinnerung ist so ne`Sache.
Als ich mir 1979 die Einführungsveranstaltung im Audimax der Saarbrücker Uni angehört hatte, bin ich raus – und nie wieder rein.
Auch damals gab es schon die absolut unpersönlichsten Systemschmieden. Und wurdest du nicht über die Menge der Studenten auf deine Leidensfähigkeit geprüft, so war`s in Siegen dann das hochkaptapultierte Mathematikwissen.
Zu Menachem (19):
“das hat alles system!” hat mal einer g’sagt
kombiniert man das mit Patriarchat = Patriarchatsystem.
erneute verknüpfung mit autismus und humanen männchen, die, wie man sagt überwiegend, oder mehr wie weibchen an systemen aller art interessiert sind (vielleicht die naturwissenschaften als beispiel) , kommt da zum vorschein das die entwicklung vieleicht logisch war, die logic aber irgendwo in ne sackgase führt oder, anders ausgedrückt – da irgendwo nen buffer overflow entsteht…. den man debuggen sollte…..
wer mich jetzt fragen möchte ob ich das Patriarchat mit Matriarchat tauschen würde….
mandelkern stereotyp halt…. trotzdem wollte ich nicht tauschen, denn wenn ich mir die emanzen so angugg, oder die komischen weiber die sich pimpen nur “um etwas(für andere) zu sein”, oder die, welche die emanzipation als “schwanz/klitorisverlängerung” benutzen…..
ganz klat nein…..
ich seh im weibchen zwar vermehrte schöpfungskraft, gebähren etc, aber das ist vieleicht nen ödipussy oder was weiss ich.
ne echt da bin ich lieber gewohnheitsmensch und glaub die weiber ham doch nen knall