So sehr sich manchen Menschen auch nach dieser Möglichkeit sehnen: Es wird niemals Zeitreisen geben. Genauer ausgedrückt, wird sich der Traum einiger Menschen, sich frei in der Zeit bewegen zu können niemals erfüllen.

Es ist leicht einzusehen, warum das so ist. Es erfordert kein zermürbendes Nachdenken über die logischen Probleme, die entstehen, wenn eine Vergangenheit beeinflusst wird, die eine spätere Gegenwart formte, aus der schließlich der Zeitreisende in die Vergangenheit ging, sie zu beeinflussen – einmal ganz von den grammatikalischen Schwierigkeiten solcher Betrachtungen abgesehen.

Da wir nicht über die Möglichkeit zur Zeitreise verfügen, könnte eine solche technische Möglichkeit erst in der Zukunft entwickelt werden. Wenn die Menschen jedoch in der Zukunft eine solche Möglichkeit zur Verfügung hätten, würden sie gewiss auch unsere Zeit irgendwann im Augenschein nehmen, sie wären also mit dieser Möglichkeit bereits hier gewesen. Wenn es in Zukunft Zeitreisen geben wird, die ein freies Bewegen in der Zeit und damit auch die Reise in die Vergangenheit ermöglichen, denn sind die Zeitreisenden bereits hier, wir haben also bereits Kontakt mit dieser technischen Möglichkeit gehabt. Da wir einen solchen Kontakt offenbar noch nicht gehabt haben, wird die Menschheit niemals eine Technik zum freien Bewegen in der Zeit entwickeln.

Die einzige Form der Zeitreise, die uns als Möglichkeit bleibt, ist die Reise in die Zukunft. Und dafür benötigen wir keine Technik, das bringt die Zeit ganz allein mit sich. Selbst, wenn wir mit einer anderen Geschwindigkeit in die Zukunft reisen wollten – eine solche Möglichkeit ist Bestandteil der Relativitätstheorie – wäre dies nur von kleinem Nutzen, da der Rückweg versperrt bliebe. Der Weg in die Zukunft stünde nur jenen Menschen offen, die hier alles zurücklassen können und wollen, um eine ungewisse Erfahrung zu machen. Die überwiegende Mehrzahl der Menschen würde es bevorzugen, so in die Zukunft zu reisen, wie Menschen schon immer in der Zukunft gereist sind: Im langsamen Tempo vom Jetzt zum Jetzt zum Jetzt, während das Leben abläuft.

So gern das Hirn Träume spinnt, der Denkende und Fühlende bekümmert sich lieber um die Gegenwart.

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