Es ist wirklich nicht leicht zu verstehen, warum die römisch-katholische Kirche oder eine andere christliche Sekte etwas gegen die künstliche Befruchtung haben sollte. Diese Vorgehensweise wäre doch geradezu die Erfüllung der gesamten lustfeindlichen Sexualmoral einer zur Religion erhobenen Neurose.

Endlich ist durch ein technisches Verfahren eine Fortpflanzung möglich, ohne dass dabei auch nur die geringste Lust empfunden wird. Dem Einwand, dass das für die technische Befruchtung benötigte Sperma ja durch lustvolle Masturbation gewonnen würde, kann auch leicht begegnet werden: Es wäre durchaus möglich, die zur Befruchtung nötigen Spermien ebenfalls auf lustfreiem technischen Wege zu gewinnen, etwa durch einen kleinen, schmerzhaften Einstich in die Hoden — schon stimmte die Bilanz für die Moralmonopolisten wieder.

Einen derart reinen Sex hätten die Kirchenväter in ihrer beflissen betenden Selbsthilfegruppe gewiss eher im Himmel unter dem Einfluss Gottes erwartet. Ein weiteres Indiz dafür, wie höllisch der Himmel der Christen ist.

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