Wie doch im gegenwärtigen gesellschaftlichen Prozess alle Worte ihrer Bedeutung beraubt werden, damit man mit ihnen die Menschen verblenden und verdummen kann!

Von diesem Wortraub ist zum Beispiel das Wort “Sparen” betroffen.

An sich bezeichnet das “Sparen” eine völlig vernünftige Form des Handelns. Wenn jemand Überfluss hat, legt er von diesem Überfluss etwas für kärgere Zeiten bei Seite; er spart, um gegen die Unwägbarkeiten der Zukunft gewappnet zu sein.

Doch heute sind die kargen Zeiten als dauerhafter Zustand für viele Menschen gekommen. Und da erzählt man den Menschen, dass es “sparen” sei, wenn sie billige Lebensmittel bei Unternehmen kaufen, die den niedrigen Preis durch geringe Qualität der Produkte und optimierte Ausbeutung der Arbeitskraft der Mitarbeiter erzielen. In Wirklichkeit handelt es sich hier nicht um ein “sparen”, was ja einen Überfluss voraussetzte, von dem zu sparen wäre, sondern es handelt sich um ein Angebot für die Armut betroffenen Menschen, die zum richtigen Sparen nichts mehr übrig hätten.

Aber man erzählt den von Armut betroffenen Menschen nicht, dass es sich um ein Angebot für Arme handele, sondern, dass sie “sparen” könnten.

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